V10-Biturbo für eine Limousine: Audi RS6
Der 580 PS starke Audi RS6 Avant bekommt Gesellschaft auf der Überholspur. Im Herbst bringen die Ingolstädter das Geschoss mit Biturbo-V10 auch als Limousine auf den Markt
- sl
Ingolstadt, 12. August 2008 – Denjenigen, denen die Leistungsdaten des Audi RS6 Avant mit seinem 580 PS starken Biturbo-V10 zwar zusagen, die sich aber partout nicht in einem Kombi fortbewegen wollen, verspricht Audi in Kürze Abhilfe in Gestalt der gleich starken Limousine. Deren Turbolader-Duo ist maßgeblich verantwortlich für das maximale Drehmoment von 650 Newtonmetern, das von 1500 bis 6250 U/min anliegt und damit fast über den gesamten Drehzahlbereich zur Verfügung steht. Die Limousine beschleunigt in 4,5 Sekunden auf 100 km/h – das ist ein Zehntel schneller als beim Kombi. Ihre elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h kann optional auf 280 km/h angehoben werden.
Besonders flinke Tiptronic
Die sechsstufige Tiptronic gehört der neuen Generation an, die besonders schnelle Gangwechsel verheißt. Per Wählhebel oder mit den Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer die Schaltzeitpunkte selbst bestimmen. Die Tiptronic leitet die Motormomente auf einen quattro-Antrieb, der leicht heckbetont ausgelegt ist. Wie beim Kombi kommt die Stoßdämpferregelung Dynamic Ride Control (DRC) zum Einsatz, die Nick- und Wankbewegungen verringert. Die DRC lässt sich auf Wunsch durch das Sportfahrwerk plus mit einer dreistufigen Dämpfereinstellung ergänzen.
V10-Biturbo für eine Limousine: Audi RS6 (9 Bilder)

Bald gibt es den Biturbo-V10 nicht nur im RS6 Avant, sondern auch in einer Limousine.
19-Zöller serienmäßig
Das ESP der schnellen Limousine hat von Haus aus relativ hohe Eingriffsschwellen. Wer will, kann aber auch in einen Sportmodus umschalten oder das elektronische Stabilisierungssystem ganz deaktivieren. Der RS6 rollt auf 19-Zoll-Alurädern mit Reifen der Dimension 255/40. Die vorderen Bremsscheiben weisen 390 Millimeter Durchmesser auf. An der Vorderachse kommen Sechskolben-Festsättel aus Aluminium zum Einsatz, die schwarz lackiert und mit RS-Emblemen dekoriert sind. Die Hinterachsscheiben haben einen Durchmesser von 365 Millimeter. Die Hinterachsbremssättel sind als Einkolben-Schwimmsättel ausgeführt. Die Stahlscheiben sind schwimmend gelagert; zusammen mit den großen Kühlkanälen und der axialen Perforation erhöht das ihre Leistungsfähigkeit und senkt das Gewicht. Auf Wunsch werden 20-Zoll-Räder angeboten. Sie erlauben den Einsatz einer Keramikbremsanlage.