Hoch im Osten: Highlights der Moskau-Messe
Während in Mitteleuropa die Käufer lieber eine Nummer kleiner zugreifen, wächst der russische Automarkt kräftig, vor allem im "Premiumsegment". Da hat es selbst ein neuer Lada auf dem Moskauer Auto Salon schwer
- fg
Moskau, 27. August 2008 – Russland befindet sich im Aufschwung: Im ganzen Land herrscht Wirtschaftswunderstimmung, zumindest bei denjenigen, die tatsächlich vom Wachstum profitieren. Dass auch die namhaften westlichen Automobilhersteller hellhörig werden, verwundert nicht weiter. Auch die deutschen Marken wollen in Zukunft Nutznießer dieser Situation sein und haben dabei möglicherweise nicht einmal schlechte Karten.
Jeder siebte ein Deutscher
So werden laut Prognosen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) der Gesamtmarkt in Russland 2008 auf 3,1 Millionen Einheiten um ein Viertel, der Absatz deutscher Autos sogar um ein Drittel auf 465.000 Einheiten anwachsen. „Damit haben die deutschen Hersteller ihren Marktanteil auf dem russischen Markt gegenüber dem Jahr 2004 nahezu verdreifacht. Jeder siebte Neuwagen, der derzeit in Russland zugelassen wird, ist von einer deutschen Konzernmarke“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des VDA anlässlich des Moscow International Automobile Salon 2008 vom 29. August bis 7. September 2008 in der russischen Hauptstadt.
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Lada C-Cross
Russland ĂĽberholt Deutschland
Allein VW will dieses Jahr rund 66.000 Fahrzeuge der Typen Passat, Jetta und Tiguan im Werk Kaluga bauen. Dass die Jahreskapazität des Werks auf 150.000 Einheiten ausgelegt ist, zeigt, dass man sich mehr Wachstum verspricht. Dabei kommt dem hierzulande erfolgreichen Tiguan eine wichtige Rolle zu, denn mit den absoluten Zahlen kann VW auf Dauer nicht zufrieden sein – schon gar nicht in einem Markt, der mittlerweile größer ist als der deutsche. Rund 1,6 Millionen Fahrzeuge wurden in der ersten Jahreshälfte verkauft, sagt eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCooper, knapp über eine Million waren es demnach in Deutschland. Oder anders ausgedrückt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der russische Automarkt um 41 Prozent zu.