Müssen Originalersatzteile sein?

Nicht nur bei der Wahl der Werkstatt lässt sich Geld sparen, auch bei den Ersatzteilen. Im freien Handel gibt es sie oft weit günstiger als beim Vertragshändler – in identischer Qualität

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
630 x 420 25054_1251127413675.jpg
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • rhi
Inhaltsverzeichnis

München, 24. August 2009 – Nicht nur bei der Wahl der Werkstatt lässt sich Geld sparen, auch bei den Ersatzteilen. Das hat eine Untersuchung des Automobilclubs ADAC ergeben.

Bei der Erhebung wurden Originalersatzteile aus der Vertragswerkstatt mit jeweils gleichwertigen Komponenten aus dem freien Teilehandel, so genannten Identteilen, verglichen. Untersucht wurden sieben verschiedene Bauteile von 15 Fahrzeugen der wichtigsten Fahrzeughersteller in der so genannten Golf-Klasse. Die geringsten Preisunterschiede stellte der ADAC beim Renault Mégane 1.6 fest. Hier liegen die Originale nur um 6,8 Prozent über den Teilen aus dem freien Handel. Anders beim Seat Toledo 1.9 TDI: Dort zahlen Kunden im Durchschnitt 36,7 Prozent mehr für ein Ersatzteil mit offiziellem Seat-Schriftzug.

Müssen Originalersatzteile sein? (3 Bilder)

Beim Vorab-Check in der Werkstatt sollte auch nach günstigen Ersatzteilen gefragt werden.

Bezogen auf die einzelnen Bauteile liegt das größte Sparpotenzial bei Wasserpumpen, Lichtmaschinen und Anlassern. Diese Verschleißaggregate werden von Zulieferern in gleicher Qualität im Schnitt zwischen 30 und 38 Prozent günstiger angeboten, so der ADAC. Für den Autofahrer bedeutet dies, dass er bei Reparaturaufträgen in seiner Vertragswerkstatt gezielt nach billigeren „Identteilen“ fragen sollte. Befürchtungen, dass er damit Nachteile bei der Garantie des Herstellers beziehungsweise bei der Gewährleistung der Fachwerkstatt riskiert, seien unbegründet. Das gelte auch dann, wenn eine freie Werkstatt repariert, sofern sie dies nach Vorgaben des Herstellers erledigt und keine minderwertigen Teile einbaut.