Vandenbrink GTO: Roter Traum aus Amsterdam

Es gibt Autos, die gestandene Männer in zehnjährige Schuljungen verwandeln. So auch der Ferrari-Umbau Vandenbrink GTO, der ab 2009 ausgeliefert werden soll. Aber auch der Preis lässt den Atem stocken

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  • sg
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Amsterdam, 17. Oktober 2007 – Es gibt Autos, die gestandene Männer in zehnjährige Schuljungen verwandeln. Die sie in sprachloses Staunen versetzen und mit verklärtem Blick vom Sechser im Lotto träumen lassen. Klar: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Wir aber meinen: Wen der Anblick des Vandenbrink GTO kalt lässt, der kann kein echter Autonarr sein.

Das ehrgeizige Projekt des Holländers Michiel van den Brink wurde bereits 2006 als Studie entworfen und soll – nach überwältigend positiver Resonanz von Presse und Publikum – 2008 tatsächlich gebaut werden. 2009 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden. Somit besinnt man sich in Amsterdam auf die ehrwürdige Tradition kleiner, edler Karosserie-Manufakturen. Deren Hochzeit lag zwischen den Weltkriegen. Damals war es für betuchte Kunden selbstverständlich, sich beim Hersteller lediglich einen fahrtauglichen Unterbau inklusive Motor und Getriebe zu bestellen. Eingekleidet und von innen ausgebaut wurde das Fahrzeug dann von einem exklusiven Karosseriespezialisten, wie etwa Henri Chapron in Frankreich.

Vandenbrink GTO: Roter Traum aus Amsterdam (9 Bilder)

Die Front mit den drei Lufteinlässen erinnert stark an den Klassiker Ferrari 250 GTO

Ganz ähnlich läuft das Verfahren beim GTO: Die Mannen von Vandenbrink entkleiden einen fabrikneuen Ferrari 599 GTB Fiorano und setzen ihm die bildschöne GTO-Karosse auf. Lediglich die A-Säulen und die Windschutzscheibe werden vom Ausgangsprodukt übernommen. Um Produktion und Montage der Preziose wird sich übrigens der Karosserie- und Ferrari-Spezialist Alwin Hietbrink kümmern. Die Form des Schönlings orientiert sich ganz klar an historischen Vorbildern: van den Brink hat den GTO bewusst als Hommage an den Klassiker Ferrari 250 GTO von 1962 entworfen.