Hitachi fährt Speicherproduktion weiter zurück

Bis zum Monatsende müssen 430 von 980 Beschäftigten einer Chipfabrik in Singapur gehen.

vorlesen Druckansicht 18 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Tiefrote Zahlen zwingen Hitachi zum Handeln. In seiner letzten Bilanz wies der Hersteller von Computerteilen einen Verlust von umgerechnet 970 Millionen Euro aus. Nun müssen bis zum Monatsende 430 von 980 Beschäftigten einer Chipfabrik in Singapur gehen. Schon im Vormonat wurden dort 300 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt.

In der Fabrik werden DRAM-Speichermodule hergestellt. Zurzeit beträgt die Produktionsauslastung 60 Prozent; sie soll weiter auf 30 Prozent gesenkt werden. Die Chipfabrik ist ein Joint-Venture von Hitachi, Nippon Steel und EDB Investments aus Singapur. Hergestellt werden DRAM-Chips im Auftrag von Elpida Memory, einem Joint-Venture mit NEC.

Die Speicherhersteller wurden in diesem Jahr arg gebeutelt. Am Spotmarkt kosteten 128 Megabitchips mitunter nur noch 1 US-Dollar, ungefähr ein Zehntel des Preises ein Jahr zuvor. Die Hersteller drosselten ihre Produktion, suchten Partner oder stiegen ganz aus der Speicherproduktion aus. Vor kurzem zogen die Preise für Speicher dann plötzlich zumindest vorübergehend wieder an. (anw)