Micro-Bus mit Brennstoffzelle: VW-Studie space up! blue

Null Emission dank Elektromotor und Brennstoffzelle: Als dritte Variante ihrer künftigen Kleinwagen-Familie stellen die Wolfsburger auf der Autoshow in Los Angeles eine Öko-Version des Micro-Bus "space up!" vor

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
630 x 420 20192_1194860184881.jpg
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • sl
Inhaltsverzeichnis

Los Angeles (USA), 14. November 2007 – Elektrisch in der City und über Land per Brennstoffzelle sollen wir in Zukunft fahren, wenn es nach den VW-Ingenieuren geht. Volkswagen zeigt auf der Los Angeles Motor Show (14. bis 25. November 2007) die Studie space up! blue. Dabei handelt es sich um eine Öko-Version des unlängst in Tokio vorgestellten space up!. Mit seinen vier Dachfenstern erinnert das Auto an den legendären Samba-Bus der 50er-Jahre. Die Scheiben werden durch das weiße Dach betont, das sich von dem Champagnerton der übrigen Karosserie abhebt. Auch die gegenläufig angeschlagenen Butterfly-Türen sowie die Anordnung des Motors im Heck zitiert die gute alte Bully-Zeit.

Während jedoch vor fünfzig Jahren ein Boxermotor im Heck für Vortrieb sorgte, arbeiten im space up! blue eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle und zwölf Lithium-Ionen-Batterien. Sie treiben einen 61 PS starken Elektromotor an, der ein maximales Drehmoment von 120 Newtonmeter erzeugt. So motorisiert, erreicht der space up! blue eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 120 km/h. Den Sprint auf Tempo 100 erledigt er in 13,7 Sekunden. Wird der Elektromotor allein per Batterie betrieben, sind Reichweiten um die 100 Kilometer möglich. Zum Vergleich: Die meisten Hybridautos können nicht weiter als zwei Kilometer rein elektrisch fahren – dann ist die Batterie so leer, dass sich der Verbrennungsmotor wieder zuschalten muss.

Micro-Bus mit Brennstoffzelle: VW-Studie space up! blue (10 Bilder)

Der VW space up! blue kombiniert Brennstoffzelle, Elektromotor und Lithium-Ionen-Batterien

Für die meisten Berufspendler müssten 100 Kilometer am Tag reichen. Wenn eine größere Reichweite erforderlich ist, zum Beispiel für den Wochenendausflug, muss entweder Strom an der Steckdose getankt werden, oder die Brennstoffzelle in Aktion treten. Sie liefert eine Leistung von zwölf Kilowatt oder 16 PS und nutzt Wasserstoff zur Gewinnung elektrischer Energie. Zwei im Unterboden integrierte Tanks speichern bis zu 3,3 Kilo von dem komprimierten Energieträger. Das reicht, um die Reichweite um 250 auf 350 Kilometer zu vergrößern.