Straßenansichten in Apple Maps: Mehr Städte kommen hinzu
Nach San Francisco, Los Angeles, New York & Co. hat Apple drei weitere Regionen zu seinem "Look Around"-Dienst hinzugefügt. Europa bleibt außen vor.
Look-Around-Ansicht aus Boston.
(Bild: Apple / Screenshot Apple Maps)
Apple hat sein Angebot an Straßenansichten in Apple Maps erweitert. Seit Ende letzter Woche steht der sogenannte Look-Around-Service, die Antwort des iPhone-Herstellers auf Googles beliebtes Karten-Feature Street View, in mindestens drei weiteren Großstädten zur Verfügung.
Drei neue Metropolen
Dies sind Nutzerangaben zufolge die amerikanischen Metropolen Boston in Massachusetts, die größte Stadt in Pennsylvania, Philadelphia, sowie die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, Washington im District of Columbia. Erkennbar ist Look Around an einem Fernglassymbol, das auftaucht, sobald man in eine Kartenansicht hineinzoomt. Nach einem Klick werden dann die Straßenansichten geöffnet, durch die man sich frei bewegen kann – im Gegensatz zu Googles Street View geht das bei Apple ruckelfrei und wirkt so immersiver. Interessante Orte, etwa Sehenswürdigkeiten, Läden oder Restaurants, sind mit eigenen Icons markiert.
Zuvor war Look Around in der Bay Area in und um San Francisco, in New York City, Las Vegas, Houston, Los Angeles sowie auf der Insel Oʻahu in Hawaii verfügbar gewesen. Die Funktion ist Teil von iOS 13, das Apple im Herbst 2019 veröffentlicht hatte. Der Konzern hatte damals angekündigt, weitere Städte auf der Welt einzubinden und hat dies auch schrittweise umgesetzt.
Keine Pläne für Deutschland
Wer nun allerdings hoffte, dass auch Deutschland auf Apples Liste steht, wird leider enttäuscht. Schon im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen indirekt durchblicken lassen, dass es hierzulande den Service nicht geben werde. Zwar scheint Apple entsprechende Daten durch seine Kamerafahrzeuge zu erfassen. Diese werden jedoch nur zur Verbesserung des Kartenmaterials verwendet. Apple habe "nachdrücklich versichert, dass es nicht plant, das Look-Around-Feature in Deutschland zu veröffentlichen", so Swantje Claussen von der Bremer Datenschutzbehörde im Juli 2019.
Google hatte mit Street View in Deutschland signifikanten Ärger mit Datenschützern und Anwohnern. Das Unternehmen entschloss sich daher, eine einfach zu nutzende Möglichkeit zu geben, Gebäude in Street View "verstecken" zu lassen. Das Unternehmen hat die Daten seit gut zehn Jahren nicht erneuert.
(bsc)