Partikelfilter in der Diskussion: Viel Rauch um nichts?

Die Affäre um unbrauchbare Dieselpartikelfilter hat in der Öffentlichkeit viel Staub aufgewirbelt. Doch vor lauter Streit geraten die puren Fakten aus dem Blick. Wir haben alles Wissenswerte zum Thema zusammengetragen

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Von
  • rhi
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Haar, 26. November 2007 – Das Thema schaffte es bis in die Hauptnachrichtensendungen: Wirkungslose Rußpartikelfilter zum Nachrüsten, die aufgrund von angeblich gefälschten Gutachten eingebaut werden konnten. Inzwischen hat die Affäre fast schon Züge eines Krimis bekommen. Die hauptsächlich betroffene Firma GAT sieht sich als Opfer einer Kampagne der Deutschen Umwelthilfe (DUH), diese wirft wiederum dem Bundesumweltministerium vor, bewusst falsche Aussagen dazu gemacht zu haben, wann erste Kenntnisse der Problematik vorlagen. Die Betroffenen jedoch, Autofahrer, die einen betroffenen Filter besitzen, werden durch die Flut an Informationen geradezu erschlagen und verunsichert – Grund genug, einmal nüchtern die Fakten zu betrachten.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg ist nicht nur Hüter der berühmten Punkte für Verkehrsverstöße, sondern auch die Typgenehmigungsbehörde für Fahrzeuge und Fahrzeugteile. Ohne eine von ihm erteilte „Allgemeine Betriebserlaubnis“, kurz ABE, darf kein Zubehörteil eingebaut werden. So hatte das KBA auch seit dem Jahr 2006 verschiedenen Herstellern ABE für Partikelminderungssysteme auf Basis der Anlage XXVI zu § 47 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) erteilt. Damals mit von der Partie waren auch die Hersteller GAT, Tenneco und Bosal. Im Sommer 2007 erhob die Deutsche Umwelthilfe Vorwürfe, dass die Partikelfilter der besagten Firmen unwirksam seien. Vor diesem Hintergrund beantragte das KBA im August 2007 für drei Systeme die Nachprüfung beim TÜV.

Partikelfilter in der Diskussion: Viel Rauch um nichts? (4 Bilder)

Von der Filter-Affäre betroffen sind die Firmen GAT, Bosal und Tenneco/Walker