Mit Röhr-Taste: Porsche GT2 im 9ff-Tuning

Einen Mega-Sportler wie den Porsche GT2 zu ĂĽberbieten, ist ein gewagtes Unterfangen. Der Dortmunder Tuner 9ff versucht es dennoch und rĂĽstet den starken Hecktriebler unter anderem mit einer einstellbaren Abgasanlage aus

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Leonberg/Dortmund, 10. November 2008 – Als hätte es die internationale Finanzkrise und die darauf folgenden Absatzeinbrüche vieler Autobauer nie gegeben, veredeln Tuner wie die Dortmunder Firma 9ff unbeirrt Mega-Sportwagen wie den Porsche GT2, der bereits ab Werk satte 190.000 Euro kostet. Vielleicht ist dies eine Konzession an die rauen Zeiten: Bei seiner Variante des Porsche GT2 lässt 9ff das Äußere fast unverändert, nur Motor und Fahrwerk werden verbessert.

Mit dem 9ff GT2 präsentiert das Team um Inhaber und Chefentwickler Jan Fatthauer ein Fahrzeug für Rennstrecke und Straße. Dabei hebt ein so genanntes "Bold on kit" die Leistung von 530 auf 670 PS an. Das maximale Drehmoment steigt ebenfalls deutlich, von 680 auf 800 Newtonmeter. Die beiden Serien-Turbolader werden durch eigens entwickelte Lader mit variabler Turbinengeometrie ersetzt. Die Anpassung des Motorsteuergerätes mit einer Erhöhung der Maximaldrehzahl auf 7200 U/min ergänzt das Paket. Die Dortmunder bauen außerdem ein leichtes Einmassen-Schwungrad ein und verwenden eine Kupplungsscheibe mit organischer Beschichtung. Die spezielle Oberfläche soll ein Anfahren mit wenig Ruckeln ermöglichen.

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Der Dortmunder Tuner 9ff hat den Porsche GT2 stärker und schneller gemacht.

Auf den stärkeren Motor mit den anderen Ladern abgestimmt wurde das mit speziellen Ansaugrohren versehene Lufteinlasssystem. Die Abgasanlage erhält andere Fächerkrümmer, besondere Katalysatoren und Endschalldämpfer aus Titan, wobei anders als beim Serien-GT2 vier statt nur zwei Rohre sichtbar sind. Besonderheit des Systems: Die Abgasanlage kann im Klang eingestellt werden. Per Knopfdruck kann man zwischen einem seriennahen Sound und einem kraftvolleren Rennsportklang umschalten.