Waymo-Chef: Roboterwagen werden Menschen am Steuer nicht verdrängen

Die Roboterwagen-Firma Waymo stellt sich darauf ein, dass Software für selbstfahrende Autos den Menschen nicht komplett vom Steuer verdrängen wird.

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Waymo-Chef: Roboterwagen werden Menschen am Steuer nicht verdrängen

Ein selbstfahrender Chrysler Pacifica der Google-Schwesterfirma Waymo.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow/dpa)

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John Krafcik, Chef der Google-Schwesterfirma Waymo sagte heute (11. März 2020) der Zeitschrift Auto Motor und Sport: „Wir werden auch in Zukunft unglaublich viele interessante Autos für menschliche Fahrer erleben, vielleicht sogar mehr als in der Vergangenheit”. Autonomes Fahren könne dagegen beim Pendeln helfen und die Straßen sicherer machen. Und das nur drei Jahre nachdem Bob Lutz prophezeit hat, dass das autonome Auto die Branche zerstören wird.

Krafcik schlägt damit andere Töne ein als bei Entwicklern selbstfahrender Autos lange üblich. Sie verwiesen oft darauf, Fehler von Menschen am Steuer seien für mehr als 90 Prozent der tödlichen Unfälle verantwortlich und ein flächendeckender Übergang zum autonomen Fahren werde viele Leben retten. Allerdings stellte sich in den vergangenen Jahren heraus, dass es deutlich länger als anfangs erwartet dauert, die Roboterwagen-Software zum Einsatz im Alltag zu bringen.

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Waymo gilt als besonders weit bei der Entwicklung der Technologie und betreibt testweise einen Robotaxi-Service in Teilen der Stadt Phoenix in Arizona. Die Google-Schwesterfirma will ihre Software „Waymo Driver” auch Autoherstellern anbieten. „Wir denken intensiv darüber nach, welches die beste Art ist, den Waymo Driver auf deutschen Straßen einzuführen. Ich bin persönlich stark motiviert, das zu machen”, sagte Krafcik der Autozeitschrift.

Zugleich bekräftigte er, dass die Roboterwagen-Software seiner Firma ohne den schnellen 5G-Datenfunk auskomme, der oft als Voraussetzung für das autonome Fahren bezeichnet wird. „Waymo braucht kein 5G – oder 4G. Alles, was wir brauchen, ist an Bord des Autos”, sagte Krafcik. Mobilfunk benötigten die Autos nur für Zusatzdienste wie etwa die Flottenüberwachung.

(fpi)