Kleine Freuden: neue Autos 2009

Ein erster Ausblick auf das kommende Autojahr: Hybridautos werden günstiger, die Familie der Kleinstwagen bekommen Zuwachs und einige Neulinge wirken wie Relikte aus jüngster Vergangenheit

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Hannover, 26. November 2008 – Das Automobil ist ein ziemlich einzigartiges Wirtschaftsgut: Nach der Immobilie ist es die teuerste Anschaffung, die sich Menschen leisten wollen oder müssen, wenn man einmal von der Rolex und ähnlichen Preziosen für eine überschaubarere Zielgruppe absieht. Das Automobil ist zudem das einzige industriell gefertigte Massen-Konsumgut, das vom klassischen Maschinenbau bis zur Mikroelektronik ganz unterschiedliche technische Disziplinen in sich vereint. Abgesehen von dem Dilemma, das sich daraus ergibt, dass die Entwicklungszyklen der genannten Bereiche so gar nicht zusammenpassen wollen, verhindert die lange Entwicklungszeit von Autos ein schnelles Reagieren auf unerwartete Entwicklungen.

Unsichere Planungsgrundlage
Um es ganz praktisch auszudrücken: Wer in der Automobilindustrie heute eine Auto für 2015 plant, kann nur mutmaßen, welche Rahmenbedingungen dann herrschen werden. Wird sich bis dahin wirklich das Elektroauto durchsetzen? Kommt vielleicht alles ganz anders und heißt Sprit sparen dann wieder Diesel fahren? Wirken Appelle der Industrie an die Politik, es mit der Emissionsverminderung nicht zu übertreiben, weil es Arbeitsplätze kostet – oder passiert genau das Gegenteil, weil die Mehrheit der politischen Entscheider zum Ergebnis kommt, dass wirtschaftliche Gründe ein Zurückstellen der ökologischen Uhr nicht rechtfertigen? Wie lange reichen die Ressourcen an fossiler Energie eigentlich wirklich und lässt sich andererseits überhaupt genügend Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, um damit weiterhin (nicht nur) den Individualverkehr aufrecht zu erhalten?

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Auto-Neuheiten 2009: Mit Vollgas aus der Krise?

Schon heute muss die Industrie das Problem lösen, dass bereits angekündigte Autos zum Teil schon jetzt nicht mehr in die Zeit zu passen scheinen. Ob kurz- oder langfristig: Die Zeiten, in denen Automobilhersteller einigermaßen verlässlich planen konnten, welche Fahrzeuge der Markt zukünftig braucht, sind zumindest vorläufig vorbei – sie kommen wahrscheinlich erst wieder, wenn die Fragen nach dem „Antrieb der Zukunft“ überzeugend beantwortet sind.