Stadt-Indianer: Freelander mit Stopp/Start
Die einfachste Form von Hybridisierung heißt Start-Stopp-System oder Mikrohybrid. Im Land Rover Freelander TD4_e soll das System vor allem im Stadtverkehr den Verbrauch drücken – ohne Mehrkosten bei der Anschaffung
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London, 5. Dezember 2008 – Es gehört zu den ungeklärten Mysterien der Autowelt, warum Geländewagen häufig ausgerechnet dort zu finden sind, wo sie am wenigstens zu gebrauchen sind – in der Stadt. Weil es Spaß macht, ist man geneigt zu sagen, doch dieses Vergnügen wird in den Metropolen vielleicht nicht mehr lange gut gehen. In London etwa muss man eine teure City-Maut zahlen, wenn man nicht zum Beispiel ein Elektroauto hat oder von anderen Ausnahmeregelungen profitiert. Verständlich also, dass sich auch das urbritische Unternehmen Land Rover eine Strategie zur Hybridisierung und Elektrifizierung zurecht gelegt hat – doch zunächst fängt man klein an.
Nur der Anfang
Das Stopp-Start-System, Land Rover hat die gängige Bezeichnung „Start-Stopp-System“ umgedreht, markiert nur den Anfang einer langen Entwicklung, an deren Ende die bisher schweren und nicht gerade windschnittigen Fahrzeuge der Briten auf unter 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer kommen sollen. Der Reihe nach: Über den ERAD-Hybrid (Electric Rear Axle Drive), später auch als Plug-in-Variante, und einen Kinetic-Hybrid per Schwungscheibe soll der Weg irgendwann zum seriellen Hybrid führen. Beim seriellen Hybrid dient der Verbrennungsmotor ausschließlich dazu, einen Generator zur Stromerzeugung anzutreiben. Unter der Bezeichnung „Range Extender“ ist diese lange als uneffizient geltende Form des Hybrids wieder ins Spiel gekommen, hat sie doch einen großen Vorteil: Auf kürzeren Strecken kann rein elektrisch gefahren werden, der Motor muss nur darüber hinaus aushelfen. Dafür kann einfacher ausgelegt werden, weil er auf Stationärbetrieb optimiert wird, und zudem entfallen teure Komponenten wie das Getriebe. Und ob er wirklich ineffizient ist, wird sich noch zeigen – derzeit wird in diesem Bereich eine Menge Entwicklungsarbeit betrieben, sicherlich nicht ohne Grund. Gerade für eine Stadt wie London wäre ein solches Konzept attraktiv, sofern das Fahrzeug lang genug ohne Hilfe der Verbrennungsmotors elektrisch fahren könnte. Denn dann wäre es von der City-Maut befreit. Doch vorläufig bleibt es beim Start-Stopp-System, dass wenigstens schon einmal an der Ampel für Null-Emissionen sorgt.
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FĂĽr den Ampelstopp in der Stadt besonders geeignet: Das Start-Stopp-System des Freelander
Weniger Verbrauch, weniger CO2
Im harten Stadtverkehr sind laut Hersteller bei unserem Freelander 20 Prozent weniger Verbrauch drin – der Gesamtverbrauch geht um 0,7 Liter von 7,5 auf 6,8 Liter pro hundert Kilometer runter. Damit direkt zusammenhängend sinkt die Kohlendioxid-Emission um acht Prozent oder 15 Gramm pro Kilometer von 194 auf 179 Gramm pro Kilometer.