Telekom versucht Verkauf von Aktienpaketen zu verhindern

Die Telekom bot Investmentbanken eine Bevorzugung bei der Ausgabe von Aktien und Anleihen an, wenn diese auf den Verkauf groĂźer Pakete der Telekom-Aktie verzichten.

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  • Karsten Violka

Die Deutsche Telekom macht sich Sorgen um weitere Kursverluste: Sechs Investmentbanken bot Ron Sommer eine Bevorzugung bei der Ausgabe von Aktien und Anleihen an, wenn diese im Gegenzug auf den Verkauf großer Pakete der Telekom-Aktie verzichten, berichtete die Financial Times unter Berufung auf Frankfurter Banker. Zu den sechs Banken gehören dem Bericht zufolge neben der Deutschen Bank die Dresdner Kleinwort Wasserstein, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Credit Suisse First Boston und Schroder Salomon Smith Barney. Es gebe jedoch keine formelle Vereinbarung, hätten Telekom-Insider betont.

Ein Pressesprecher der Telekom wollte gegenüber heise online "solche Spekulationen nicht kommentieren". Weltweit gibt es mehrere Großaktionäre der Telekom, die ihre Aktienpakete verkaufen könnten. Erst letzte Woche hatte die Deutsche Bank im Auftrag eines solchen Aktionärs 44 Millionen Aktien auf den Markt geworfen und damit einen Kursrutsch von mehr als 20 Prozent ausgelöst. Die Financial Times berichtete, dass diese Aktien zum größten Teil vom Hongkonger Großaktionär Hutchison Whampoa stammen. Dieser Anleger soll mit der Weitergabe der Aktien an eine verbundene Firma ein Halteabkommen mit der Telekom für die Aktien umgangen haben. (kav)