Wegen Corona: iPad-App-Umsätze auf Rekordhoch

Apples App Store für das Tablet verzeichnet Zuwächse, weil Nutzer im Homeoffice sind, so ein Analyseunternehmen.

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iPad 7

Ein iPad 7.

(Bild: Apple)

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Das Geschäft mit Anwendungen für Apple-Tablets war im ersten Quartal 2020 besser als jemals zuvor. Das geht aus Zahlen hervor, die das App-Analyse-Unternehmen Sensor Tower herausgegeben hat.

Demnach lag der globale Gesamtumsatz mit iPad-Software – also bezahlte Downloads ebenso wie In-App-Verkäufe und kostenpflichtige Abos – bei 2,1 Milliarden US-Dollar. Insgesamt wurden 16 Prozent mehr Einnahmen generiert als im Vergleichsquartal des Vorjahres, ein sattes Plus.

Apples Tablet-Sparte ist solche Wachstumsraten eigentlich nicht (mehr) gewohnt. Eine ähnliche Umsatzbeschleunigung hatte Sensor Tower zuletzt im vierten Quartal 2014 protokolliert. Die Downloads wiederum, bei denen auch kostenlose Apps einberechnet werden, erreichten der Analyse zufolge mit 1,16 Milliarden Erstinstallationen ein Vier-Jahres-Hoch. Das war ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch das ist ungewöhnlich: Im ersten Quartal 2019 waren die Downloads im Vergleich zum Vorjahresquartal gar um 19 Prozent gesunken.

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Grund für den Boom bei den iPad-Apps ist der COVID-19-bedingte Trend zum Heimbüro. Das iPad gehört im Geschäftsleben ebenso wie im Bildungs- und Unterhaltungsbereich zu den wachsenden Plattformen. Auch Apple selbst erwartet für das aktuelle Quartal stärkere Hardware-Umsätze bei dem Tablet – auch wenn sie wegen der weltweiten Ladenschließungen von Januar bis März zurückgegangen waren.

Apple hatte zuletzt neue iPad-Pro-Modelle vorgestellt, die mit LIDAR-Scannern ausgerüstet sind und liefert nun auch eine eigene Tastatur mit integriertem Trackpad. Letzteres macht die Tablets für Geschäftsanwendungen praktischer. Sensor Tower sieht allerdings auch im Spielebereich enormes Wachstum. Am stärksten zogen die Umsätze im Segment der Bildungs-Apps an. Am stärksten ist der amerikanische Markt – hier lag der Umsatz bei fast 900 Millionen Dollar. China war mit 335 Millionen auf Rang zwei.

(bsc)