iMessage: Apple arbeitet an Lösch- und Editierfunktion
Aktuell haben Nutzer keine Kontrolle ĂĽber Nachrichten, die sie ĂĽber Apples Kurznachrichtendienst versenden. Ein Patentantrag macht Hoffnung.
Editierfunktion in iMessage, hier im Patentantrag.
(Bild: Apple / USPTO)
Zu den fehlenden Funktionen in Apples beliebtem proprietären Kommunikationsservice iMessage fehlt die Möglichkeit, einmal gesendete Nachrichten zu löschen oder gar zu editieren. Einmal abgeschickte Nachrichten sind nur lokal entfernbar – Absender und Empfänger müssen sie händisch für jedes einzelne iPhone, iPad, den Mac oder die Apple Watch löschen oder den Sync-Dienst Nachrichten in iCloud diesen Job erledigen lassen.
Editieren und Löschen
Ein frisch aufgetauchter Patentantrag, der beim US-Patent- und Markenamt eingereicht wurde (USPTO) zeigt nun, dass Apple plant, all dies künftig zu vereinfachen – wenn die darin aufgeführten Ideen tatsächlich innerhalb von iOS, macOS und watchOS umgesetzt werden. Das Patent beschreibt eine "Messaging-Benutzerschnittstelle" auf einem Mobilgerät, die Funktionen beherbergt, die iMessage bislang fehlen. Dazu gehört die Möglichkeit, ein neues Kontextmenü einzublenden.
Dieses erlaubt dann, Editierungen vorzunehmen oder bereits vorgenommene Editierungen anzuzeigen. Weiterhin zeigt jede neue Nachricht, die Editierungen enthält, auch ein "Editiert"-Badge. Zudem enthält das Kontextmenü auch eine Löschfunktion, die offenbar iMessage-weit gilt, es also erstmals erlauben würde, eine einmal abgeschickte Nachricht auch beim Empfänger zu tilgen.
Bessere iMessage-Apps
Das Patent belegt, dass Apple eine vollwertige Editierfunktion fĂĽr iMessage plant. Weiterhin beschreibt der Antrag Verbesserungen bei fĂĽr iMessage gedachten Apps. Geplant ist demnach, ĂĽber ein neues "Application Management Interface" vollwertige Anwendungen zu erlauben; aktuell halten sich deren Funktionen noch in Grenzen und viele Nutzer wissen gar nicht, dass es ein entsprechendes App-Dock in der Nachrichtenanwendung gibt.
Bei allen in Patentanträgen genannten Funktionen handelt es sich zunächst um den Versuch Apples, sich entsprechende Rechte zu sichern – es muss nicht bedeuten, dass der Konzern die darin enthaltenen Features auch in die Praxis umsetzt. Teilweise werden Patente auch nur zur Verteidigung gegenüber anderen Unternehmen angemeldet. (bsc)