NIHK plädiert für 25-Meter-Lkw
- Gernot Goppelt
Angesichts zunehmender Staus auf Autobahnen sind neben Investitionen in die Infrastruktur nach Ansicht des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) auch Effizienzsteigerungen bei Transporten erforderlich. Die „durchweg positiven Erfahrungen“ mit den in Niedersachsen genehmigten EuroCombi haben, so der NIHK, eindrucksvoll gezeigt, dass die 25-Meter-Lkw-Kombination weder die Verkehrssicherheit gefährde noch den Straßenverschleiß beschleunige.
Genau das Gegenteil sei der Fall. „Wir fordern die Zulassung von Fahrzeugkombinationen mit 25 Meter Länge, nicht aber den Einsatz von 60-Tonnen-Lkw. Die Verlängerung ist entscheidend, nicht eine massive Gewichtserhöhung“, sagt Dr. Michael Ahrens, NIHK-Federführer Verkehr und Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK). Wenn für den Transport voluminöser Güter statt drei Lkw nur noch zwei EuroCombi benötigt werden, sei dies eine wesentliche Entlastung der staugeplagten Infrastruktur.
Es sei nicht nachzuvollziehen, weshalb dieses innovative Fahrzeugkonzept nicht umgesetzt werden soll, so Ahrens. Während drei Lkw bei Einhaltung des gesetzlichen Mindestabstands rund 150 Meter Autobahn benötigen, reduziere sich der Straßenbedarf bei zwei EuroCombi auf rund 100 Meter. Durch die im Vergleich zum normalen Lkw niedrigeren Achslasten würden auch die Straßen weniger verschlissen. Außerdem entlaste der EuroCombi durch weniger Kraftstoffverbrauch auch die Umwelt. (ggo)