Gefälschte Antriebsriemen: ContiTech siegt vor Gericht in Taiwan

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Von
  • Gernot Goppelt

Im Kampf gegen Fälscherware hat ContiTech, eine Tochter der Continental AG, einen gerichtlichen Erfolg in Taiwan erzielt: In vier Instanzen wurden ein taiwanesischer Händler und ein Generalimporteur zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet. Vorausgegangen war die Beschlagnahmung von rund 4500 gefälschten Keilrippenriemen sowie zirka 13 000 nachgeahmten Leerverpackungen im ContiTech-Design.

Ans Licht kamen die Plagiate, als einem Kunden von ContiTech in Taiwan die Waren angeboten wurden. Je zwei Instanzen im Straf- und Zivilrecht gaben ContiTech Recht und verurteilten die Angeklagten zu Schadenersatzzahlungen in Höhe des Marktwertes der Originalware. Darüber hinaus mussten Händler und Importeur, wie in Taiwan nach solchen Gerichtsentscheidungen üblich, ein öffentliches Statement in Printmedien abgeben, in dem sie ihr Fehlverhalten zugaben. Der Hersteller der gefälschten Produkte ist indes noch immer unbekannt.

Anlässlich dieses Falles warnt ContiTech Ersatzteilhändler und Kfz-Werkstätten vor gefälschten Antriebsriemen. In der Regel besäßen Plagiate nicht die gleiche Material- und Verarbeitungsqualität wie das Original. Sie weisen laut ContiTech bis 60 Prozent weniger Festigkeitsträger auf und enthalten darüber hinaus auch Materialbestandteile, die beispielsweise in der EU nicht mehr zulässig seien. Die Folgen durch den Gebrauch eines nachgemachten Zahnriemens könnten gravierend sein – reiße ein Riemen, führe dies zu erheblichen Motorschäden. (ggo)