EU-Vorschlag: gestaffelter CO2-Ausstoß nach Gewichtsklassen
- Gernot Goppelt
Nach einem Bericht des Handelsblatts denkt die Europäische Kommission über einen gestaffelten CO2-Ausstoß von Autos nach. Die einheitliche Vorgabe von 130 g/km wäre damit vom Tisch. Praktisch könnte das auf ein Staffelsystem hinaus laufen, bei dem der zulässige Grenzwert nach Gewichtsklassen festgelegt wird. Acht Varianten stünden zur Diskussion, davon sei eines das Staffelsystem.
Da an dem Gesamtwert von 130 g/km nicht gerüttelt werden solle, würde dies für Kleinwagen noch deutlich geringe Grenzwerte bedeuten, sodass auch Hersteller, die vor allem in unteren Fahrzeugsegmenten tätig sind, mehr in die Pflicht genommen würden. Umgekehrt könnten sich Hersteller von deutschen Luxusfahrzeugen nicht unbedingt ausruhen, denn wer die Grenzwerte nicht schafft, soll Abgaben an die Hersteller zahlen, die unter den Grenzwerten liegen.
Deutsche Automobilkonzerne unterstützen nach dem Bericht die Differenzierung nach Gewichtsklassen. So habe der deutsche Verband der Automobilindustrie VDA mit der ACEA eine klare Vereinbarung getroffen, dass man keine Einheitsvorgabe wolle, sondern eine Differenzierung auf Basis des Gewichts. Diese Lösung ermögliche es, die Lasten zwischen den Herstellern gerecht zu verteilen. Mit einem internen „Emissionshandelssystem“ sei der VDA jedoch nicht einverstanden, solche „Strafzahlungen“ müssten an die Staaten oder die Kommission abgeführt werden. (ggo)