Elektronische Helferlein bei Deutschen beliebt
- Gernot Goppelt
Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ist in Deutschland „der Renner“ unter den elektronischen Hilfen, die als Fahrerassistenz-Systeme zunehmend in modernen Autos zu finden sind. Das ergab eine Umfrage in zwölf europäischen Ländern, die unter Federführung des spanischen Automobilclubs RACC im Rahmen des internationalen Test-Programms EuroTest durchgeführt wurde.
In Deutschland organisierte der ADAC die Studie. Ergebnis: 92 Prozent der Befragten wünschen sich in erster Linie ESP als elektronischen Helfer im Auto oder haben es bereits. Die weiteren Wunschkandidaten: Systeme zur Verbesserung der Sicht, der automatische Notruf eCall und Auffahr-Frühwarnsysteme. Die Meinung sämtlicher befragten Europäer weicht davon etwas ab: Sie wählten eCall auf Platz eins der Wunschliste, gefolgt von Frühwarnern und Bremsassistenten. ESP liegt in Europa erst auf Platz vier.
Systeme der Zukunft benötigen eine Infrastruktur und liefern ihre Informationen überwiegend aufgrund ihrer elektronischen Vernetzung. Hier halten die Deutschen mit 87 Prozent und damit der höchsten Zustimmung Systeme für nützlich, die um Staus und Behinderungen herumleiten können. Danach folgen Helfer für die Reiseplanung und aktuell übermittelte Navi-Updates.
Zurückhaltender werden die Deutschen allerdings, wenn es etwas kostet; in Fall diesem würde das Interesse für diese Dienste um bis zu 47 Prozent zurückgehen. Sollte dafür die Erhebung von persönlichen Daten nötig sein und somit ein Eingriff in die Privatsphäre erfolgen, würden sie von 66 Prozent schlichtweg abgelehnt. (ggo)