Forscher: Hohe Spritpreise machen schlank
- Gernot Goppelt
Hätten Sie´s gedacht? Höhere Spritpreise würden dazu führen, dass die Menschen schlanker werden – das meint zumindest Charles Courtemanche, ein Wirtschaftsforscher der Washington University in St. Louis. Ein Dollar mehr für eine Gallone Benzin (etwa vier Liter) würde beim durchschnittlichen US-Amerikaner die Fettleibigkeit nach drei Jahren um 15 Prozent senken.
Nach Erkenntnissen des Forschers könne man tatsächlich einen Zusammenhang herstellen zwischen einer 13-prozentigen Zunahme des Körpergewichts und real sinkenden Spritpreisen in den Jahren 1979 bis 2004. Diese Feststellungen beruhen auf einem Vergleich der durchschnittlichen Benzinpreise mit Gesundheitserhebungen der Regierung, die zwischen 1984 und 2004 durchgeführt wurden.
Seine schlichte Feststellung: Wenn der Spritpreis steige, werde das Fahren teurer, und dies können das Körpergewicht auf zweierlei Weise beeinflussen: Zum einen würden die Menschen vermehrt auf Füße, Fahrrad oder Bahn umsteigen. Zweitens würden höhere Transportkosten auch die Preise in Restaurants hochtreiben, die Menschen würden dort also weniger essen – und zuhause zubereitetes Essen sei in der Regel ohnehin gesünder.
Nach Courtemanches Berechnungen könnte ein Dollar mehr pro Gallone dabei helfen, in den USA pro Jahr 16.000 Leben zu retten und 17 Milliarden Dollar einzusparen – na dann, hoch mit den Preisen. (ggo)