77 Jahre Ford in Köln

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Von
  • Gernot Goppelt

Henry Ford und der damalige Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, haben heute vor genau 77 Jahren den Grundstein für das Automobilwerk im Stadtteil Niehl im Kölner Norden gelegt. Mit der Ansiedlung des amerikanischen Unternehmens konnte sich Köln damals bei der Standortentscheidung gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen, so beispielsweise gegen die Stadt Neuss.

Ein Jahr später, also 1931, verlagerte Ford seine Produktion von Berlin nach Köln. In der deutschen Hauptstadt hatte die Geschichte des Unternehmens hierzulande begonnen: Von 1925 bis 1931 wurde in gemieteten Hallen am Berliner Westhafen das legendäre Ford-T-Modell –„Tin Lizzie“ (Blechliesel) – aus importierten Teilen gebaut. Das T-Modell steht heute als Synonym für das erste Automobil, das – noch in den USA – „am Fließband“ produziert wurde.

Nach dem schnellen Aufbau des neuen Werkes im Kölner Norden begann am 4. Mai 1931 mit 600 Beschäftigten die Fahrzeugproduktion in Köln-Niehl: An diesem Tag lief das erste Ford A-Modell vom Band. Heute beschäftigt Ford in Köln insgesamt 17.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 57 Nationen. Das Fahrzeugwerk produziert täglich mehr als 1900 Ford Fiesta, Fiesta ST und Ford Fusion, die in 52 Länder geliefert werden. Die Exportquote liegt bei 88 Prozent.

Außer in Köln produziert Ford in Europa seine Fahrzeuge in Saarlouis (Focus und C-Max), dem belgischen Genk (Mondeo, Galaxy und S-Max) sowie dem spanischen Valencia (Ka, Fiesta und Focus). Zudem unterhält Ford noch ein Motorenwerk im englischen Dagenham. (ggo)