AvD: Gasantrieb ist sicher

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Von
  • Gernot Goppelt

Angesichts der gestiegenen Kraftstoffpreise suchen viele Autofahrer nach kostengünstigen Alternativen. In letzter Zeit ist zu beobachten, dass immer mehr Händler in das Nachrüstgeschäft für den Betrieb mit Flüssiggas oder Erdgas einsteigen. Dabei stellt sich für viele Kunden natürlich die Frage, ob sie sich mit den Gastanks im Fahrzeug keine Sorgen um die Sicherheit machen müssen.

Das weiß auch der Automobilclub von Deutschland, AvD. Nach seinen Erkenntnissen, so sagt AvD-Technikchef Stefan Schlesinger, hat es bislang jedoch noch keinen (Brand-)Unfall gegeben, solange nicht unsachgemäß am Fahrzeug manipuliert wurde. Das sehe auch der Gesetzgeber so: Seit Inkrafttreten der novellierten Garagenverordnung am 30. November 1993 ist das Abstellen von Fahrzeugen, die mit Gas betrieben werden, auch in Tiefgaragen zulässig. Erdgas und Autogas seien genauso sicher wie Benzin und Diesel. Gerät ein Fahrzeug mit Gasantrieb bei einem Unfall oder durch einen technischen Defekt in Brand, seien die Tanks gut gesichert. Ein Flüssiggastank habe eine Wandstärke von rund drei Millimetern, Erdgastanks seien doppelt so dick. Das sich bei Hitze ausdehnende Gas werde ab einem definierten Überdruck über spezielle Ablassventile kontrolliert abgebrannt. Das sei sogar sicherer als bei einem brennenden Benzintank, der rund fünf Minuten schneller in Brand gerate.

Eine Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE) in München hat laut AvD Autogas und Erdgas untersucht. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Wirtschaftlichkeit von Gasantrieben unter Berücksichtigung der Investitions-, Wartungs- und Betankungskosten. Beide Gas-Varianten hätten dabei Vorteile gegenüber den konventionellen Kraftstoffen gezeigt. Die Untersuchungsergebnisse zeigten demnach, dass beide Gaskraftstoffe zur Minderung der verkehrsbedingten CO2-Emissionen beitragen können. Zudem seien sie wirtschaftlicher als andere Kraftstoff-Alternativen: LPG (Liquified Petroleum Gas) und CNG (Compressed Natural Gas) seien kostengünstiger als Biodiesel, Biomethanol, Biogase oder Wasserstoff bereitzustellen. (ggo)