Conti gibt Marke VDO Dayton auf
- ssu
Der Automobilzulieferer Continental lässt zum Jahresende Produktion und Vertrieb von Geräten der Marke VDO Dayton für den Endkundenbereich auslaufen. Unter dem von Siemens übernommenen Label hatte Continental bisher nachrüstbare und portable Navigationsprodukte, Autoradios, DVD-Player und Touchscreens angeboten. Unternehmenssprecher Enno Pflug begründete den Schritt mit einem angespannten Geschäftsumfeld und wenig Perspektiven im Endkundenbereich.
Fortgesetzt werden soll hingegen das Geschäft mit Navigations- und Multimedialösungen für OEM-Kunden wie Volkswagen. Dieser Bereich ist für die Hersteller deutlich lukrativer, weil die Geräte meist vorab in großen Mengen geordert werden und in den Zubehörlisten zu deutlich höheren Preisen als im hart umkämpften Einzelhandel auftauchen.
Ein genauer Termin für die Einstellung der Marke im Consumer-Segment stehe noch nicht fest, erklärte Pflug, eine Fortführung des Geschäfts über den Jahreswechsel hinaus sei aber eher unwahrscheinlich. Ob damit auch ein Stellenabbau einhergehe, könne er zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Erst vor einem Jahr hatte Continental im Zuge der 11,4 Milliarden Euro schweren Übernahme der VDO Automotive AG von Siemens auch die Produktsparte VDO Dayton erworben. (acb/c't) (ssu)