UPS nutzt Elektro-Zustellfahrzeug in Deutschland

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Von
  • ssu

UPS, nach eigenen Angaben der weltgrößte Paketzustelldienst, hat sein erstes rein elektrisch betriebenes Zustellfahrzeug in Deutschland in Betrieb genommen. Der in Hamburg eingesetzte Transporter stammt von der britischen Firma Modec. Äußerlich erinnert der Kleinlaster weitgehend an das klassische, braune UPS-Zustellfahrzeug vom Typ P60.

Für den Antrieb sorgt ein 75 kW starker Elektromotor mit einem maximalen Drehmoment von 300 Nm. Die Aufladung der Batterie erfolgt über ein externes Ladegerät und dauert laut UPS "bei dem in Deutschland genutzten Akku-Typ", der nicht näher beschrieben wird, durchschnittlich acht bis neun Stunden. Die Reichweite im Zustelleinsatz in einer Großstadt gibt UPS mit 90 bis 100 km an. Wie bei Hybrid-Fahrzeugen üblich, wird beim Verzögern Bewegungsenergie in Strom zurückverwandelt (Rekuperation) – damit sei das Fahrzeug prädestiniert für den City-Verkehr. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie bei allen UPS Zustellfahrzeugen auf 80 km/h begrenzt.

In Deutschland will der Logistik-Anbieter weitere fünf Fahrzeuge dieser Art einsetzen, gab UPS Deutschland bekannt. In London ist ein Elektro-Transporter gleichen Typs seit April 2008 im täglichen Einsatz. Am 10. November hatte Hersteller Modec verkündet, dass UPS derzeit insgesamt zwölf Fahrzeuge bestellt habe, von denen eine Hälfte für Großbritannien und die andere für Deutschland bestimmt sei.

Nach eigenen Angaben besitzt UPS weltweit mehr als 1600 "alternativ betriebene Fahrzeuge". Man nutze Zustellfahrzeuge mit den verschiedensten Antrieben, um durch diese "fahrenden Labore" Erkenntnisse zu sammeln, die auch den Automobilherstellern zugute kämen, um alternative Antriebstechniken weiterzuentwickeln. (ssu)