Daimler und Cerberus uneins über Verkauf restlicher Chrysler-Anteile

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Von
  • ssu

Die Ende September bekannt gewordenen Gespräche zwischen der Daimler AG mit dem US-Finanzinvestor Cerberus über den Verkauf der restlichen 19,9 Prozent der Chrysler-Anteile, die der Autokonzern noch hält, sind ins Stocken geraten. In einer heute von Daimler verbreiteten Pressemitteilung heißt es, die Verhandlungen seien in den letzten Wochen durch "überzogene Forderungen" von Cerberus wesentlich erschwert worden.

Für die Übernahme von 80,1 Prozent an Chrysler im vergangenen Jahr hat Cerberus demnach 7,2 Milliarden US-Dollar investiert. Die aktuellen Forderungen von Cerberus überstiegen den Wert der Investitionen von Cerberus in Chrysler, wirft Daimler seinem Verhandlungspartner aus dem USA vor.

Cerberus erhebe zugleich den Vorwurf einer "nicht ordnungsgemäßen Geschäftsführung" durch Daimler im Zeitraum zwischen Vertragsunterzeichnung und Abschluss der Transaktion und habe moniert, aus Stuttgart unvollständig über das Geschäft informiert worden zu sein, klagt der schwäbische Autokonzern weiter. "Daimler weist diese absurden Vorwürfe und die daraus abgeleiteten Forderungen als absolut unberechtigt zurück", lautet der auffallend scharf formulierte Schlusssatz der kurzen Pressemitteilung.

Dennoch sieht Daimler die Gespräche mit dem US-Finanzinvestor weder als gescheitert noch als beendet an, zitiert das Wall Street Journal eine Unternehmenssprecherin, die jedoch keine weiteren Details zu den Vorwürfen oder Forderungen von Cerberus nennen wollte. Cerberus habe eine Stellungnahme zu dem Vorgang abgelehnt, heißt es in dem Bericht. (ssu)