Finanzhilfen für US-Autobauer weiterhin ungewiss
- ssu
Nachdem das vom US-Repräsentantenhaus bereits abgesegnete Hilfspaket für die amerikanischen Autokonzerne in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar am Donnerstag abend im Senat gescheitert ist, wird in Washington D. C. weiter nach Lösungen gesucht, wie die Firmen vor drohender Insolvenz gerettet werden können. Chrysler und GM droht US-Medienberichten zufolge binnen weniger Wochen die Insolvenz, falls Finanzspritzen ausbleiben. Ford verfüge zwar über eine höhere Liquidität, doch könnten Produktionsunterbrechungen infolge möglicher Pleiten von Zulieferern das Unternehmen gefährden.
Nachdem republikanische Senatoren für das Scheitern der Initiative gesorgt hatten, wächst im Weißen Haus die Bereitschaft, nunmehr doch Mittel aus dem 700 Milliarden US-Dollar schweren TARP-Programm (Troubled Assets Relief Program), das für in Schieflage geratene Banken aufgelegt worden ist, für die "Big Three" abzuzweigen, berichtet CNN. Zuvor habe der noch amtierende Präsident George W. Bush dies stets abgelehnt. Auch sein gewählter Nachfolger Barack Obama äußerte dem Bericht zufolge die Hoffnung, dass US-Administration und -Kongress doch noch eine Lösung für die Autobauer finden können. Obama machte aber auch deutlich, dass er die Kritik an dem "jahrzehntelangen Missmanagement" der einheimischen Autokonzerne teile.
Als zentralen Grund für das Scheitern der Hilfsinitiative im Senat nannte der republikanische Senator Bob Corker, dass sich die Gewerkschaft UAW (United Auto Workers) gegen den Vorschlag gestemmt habe, die Löhne von Arbeitern bei den Big Three auf das Nivau ihrer Kollegen in US-Werken ausländischer Autokonzerne zu kürzen. Dies wäre Corker zufolge notwendig, um die einheimischen Autokonzerne wettbewerbsfähig zu machen. (ssu)