Saab kann wieder auf neuen Eigentümer hoffen
- ssu
Der schwedische Autokonzern Saab steht möglicherweise kurz vor dem Verkauf durch seine bisherige US-Mutter General Motors (GM). Wie ein Regierungssprecher in Stockholm am 11. Juni bestätigte, werde "unter Hochdruck" an einem Paket mit Staatsgarantien gearbeitet. Dies gilt als wichtiges Indiz für einen Durchbruch bei den bisher erfolglosen Verkaufsbemühungen.
Saab mit seinen 4000 Beschäftigten wird seit Anfang des Jahres von einem Insolvenzverwalter geführt, der nach eigenen Angaben mit zwei oder drei seriösen Kaufinteressenten verhandelt. Die schwedische Regierung hatte seit Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Herbst jede Hilfsleistung für Saab unter Hinweis auf fehlende Zukunftskonzepte und Kaufinteressanten verweigert. Ende Februar 2009 musste das Unternehmen, das seit 1947 Autos baut, Insolvenz anmelden.
In einem Rundfunkbericht hieß es, dass mit einer Einigung innerhalb weniger Tage zu rechnen sei. Saab hatte seit dem Einstieg des inzwischen selbst insolventen Mutterkonzerns GM in den 1990er-Jahren fast durchgehend Verluste eingefahren. Initiativen für eine gemeinsame Zukunft mit der bisherigen und wesentlich größeren deutschen GM-Tochter Opel blieben ohne Ergebnis. 90 Prozent seiner Schulden von über 10 Milliarden Kronen (rund 900 Millionen Euro) hat das schwedische Unternehmen beim Noch-Mutterkonzern GM, der derzeit gleichfalls insolvent ist. (dpa) / (ssu)