Technikinnovation: Erstes Mobilnavi mit Spracherkennung

„Demnächst rechts abbiegen. Wenn möglich bitte wenden.“ Soviel Deutsch sprechen die meisten Mobilnavis. Doch bisher waren sie stocktaub. Beim neuen Medion-Topgerät ist es anders. Da kann man das Ziel mündlich festlegen

vorlesen Druckansicht
630 x 420 19644_1187860147663.jpg
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • sl
Inhaltsverzeichnis

Haar, 23. August 2007 – „Demnächst rechts abbiegen. Jetzt abbiegen. Wenn möglich bitte wenden.“ Soviel Deutsch sprechen die meisten Navis. Es gibt auch welche, die können sagen: „Bitte rechts abbiegen in die Kandinskystraße.“ Die Geräte sprechen also schon ganz ordentlich, doch in aller Regel sind sie taub. Eine Ausnahme ist das GoPal P4410 von Medion. Es besitzt eine Spracherkennung, die von der Firma Nuance programmiert wurde. Wir haben das Gerät für Sie getestet.

Unsere erste Frage war natürlich: Bedeutet Spracherkennung, dass man das Gerät einschaltet und „Nach München, Kandinskystraße 6“ sagt? Ganz so weit ist die Technik noch nicht, aber in kleinen Schritten klappt es schon. Man wechselt zur Ortseingabe und drückt dort auf die Spracheingabe-Taste. Dann wird man nach einem Piepston aufgefordert, den Ort zu sprechen. Ob Bad Oeynhausen oder Möschenfeld – das Navi versteht fast jeden Stadtnamen. Anschließend wechselt man zur Straßeneingabe und wiederholt die Prozedur. Selbst die Pont-De-Claix-Straße in Winsen an der Luhe wird auf Anhieb gefunden. Wer keine Lust hat, die Straße einzugeben, sagt einfach Zentrum, und das System leitet einen in die Ortsmitte.

Technikinnovation: Erstes Mobilnavi mit Spracherkennung (36 Bilder)

Das Medion GoPal P4410 ist das erste Mobilnavi mit Spracherkennung

Insgesamt ist die Spracheingabe eine tolle Sache. Es geht einfach viel schneller, und klappt in fast allen Fällen. Nur den Sitz unserer Redaktion, Haar, konnte das GoPal partout nicht finden. Problematisch wird es außerdem, wenn man die richtige Aussprache eines Ortsnamens nicht kennt – was zum Beispiel auf einer Frankreichreise schon mal vorkommen kann, wenn man nicht französisch spricht. Für Länder wie Italien und Spanien wird die Spracherkennung ohnehin nicht unterstützt.