Wiens Innenstadt soll weitgehend autofrei werden

Ein neuen Konzept sieht vor, Wiens Innenstadtbezirk vom Autoverkehr zu befreien. Mit seinen zahlreichen Ausnahmen überzeugt es den Bürgermeister noch nicht.

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Straßenansicht mit Fiakern

Der Michaelerplatz in der Innenstadt soll ohnehin größtenteils autofrei werden, dazu soll unter anderem der Fiaker-Standplatz in einen schattigen Bereich übersiedeln.

(Bild: gemeinfrei)

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Die Innenstadt von Wien soll zu einer weitgehend autofreien Zone werden. Diesen Plan präsentierten am Mittwoch (17. Juni 2020) die grüne Vize-Bürgermeisterin Birgit Hebein sowie der Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP). „Gerade die Innenstadt gehört den Menschen und nicht den Motoren”, sagte Hebein und sprach von einem „historischen Schritt”.

Das Konzept sieht allerdings viele Ausnahmen vor – nicht nur für Anrainer. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich nicht überzeugt. Er vermisse ein schlüssiges Konzept auch für die angrenzenden Bezirke. Er werde die beiden Politiker zeitnah zu einem Gespräch bitten, sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

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Die Stadt wird von einer rot-grünen Koalition regiert. Im 1. Bezirk mit seinen Sehenswürdigkeiten wie Hofburg und Stephansdom wohnen den Angaben zufolge 16.000 Menschen. Im Oktober wird in Wien ein neues Parlament gewählt.

Ähnlich ist bereits die spanische Hauptstadt Madrid vorgegangen und hat 2018 beschlossen, die City vom Autoverkehr zu entlasten. Das Zentrum der Stadt darf auf 472 Hektar Fläche nur noch von Anwohnern und Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs befahren werden.

(fpi)