Play-Mobil: Geländepartie im Mercedes G 500

Ausgerechnet als Taxi ist er eine Rarität, ansonsten avancierte der G-Benz in 30 Jahren Bauzeit zum varianten­reichsten Mercedes-Pkw. Wir scheuchten ein aktuelles Exemplar über Asphalt und Gelände

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  • os
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München, 21. Juli 2009 – Bloß als Taxi habe ich noch keines gesehen. Doch obwohl das G-Modell ausgerechnet in dieser jahrzehntelangen Mercedes-Domäne keine Rolle spielt, ist es fraglos unter den Pkw mit dem Stern das Modell, das die meisten Varianten hervorgebracht hat: Als Geländewagen "Wolf" dient er dem Militär, für Förster erscheint er so unverzichtbar wie der treue Jagdhund, dient mit einem Sonderaufbau als "Papamobil" und steht ganz nebenbei in den Annalen der Rallye Dakar als Sieger von 1983 (!) – pilotiert von Jacky Ickx und Claude Brasseur.

Die Historie dieses seit 1979 gebauten, optisch im wesentlichen unverändert gebliebenen Wagens macht Lust, ein aktuelles Modell aus der dienstältesten Baureihe der Stuttgarter auszuprobieren. Mit großzügig motorisierten G 500 war ich im Asphaltdschungel und im Gelände unterwegs.

Play-Mobil: Geländepartie im Mercedes G 500 (23 Bilder)

Never change a winning team: Die Mercedes G-Klasse geht seit 30 Jahren beinahe unverändert ins Rennen.

Die Wiege der G-Klasse war eine Kooperation der damaligen Firmen Daimler-Benz AG und der Steyr-Daimler-Puch AG aus dem österreichischen Graz, wo der Allradler bis heute gefertigt wird. Entwicklungsziel war ein leichtes Geländefahrzeug mit Allradantrieb für private Nutzer. Als Basis dient damals wie heute ein Leiterrahmen. Der Vorteil der aus zwei Längsträgern und mehreren Querträgern bestehenden Konstruktion ist die Robustheit und der Schutz bei Kollisionen im Gelände.

Des Weiteren kommen für den harten Offroadeinsatz prädestinierte Starrachsen zum Einsatz. Dank ihres einfachen Aufbaus sind sie äußerst stabil, bieten eine stets gleich bleibende Bodenfreiheit und verschränken in extremen Geländepassagen besonders gut. Für einen Geländewagen unabdingbar ist ein permanenter Allradantrieb mit Differentialsperren. In der G-Klasse sind davon gleich drei an Bord. Eine vordere und eine hintere Sperre sowie eine Mitteldifferentialsperre sorgen bei richtigem Einsatz für eine überragende Traktion des 2,4-Tonnen-Gefährts. Eine zuschaltbare Untersetzung erleichtert ferner das Anfahren in schwerem Gelände und im Betrieb mit Anhänger.