Zwei Billig-Navis im Clinch

Mobile Navigationsgeräte werden immer günstiger. Nun gibt es sogar schon Geräte für 100 bis 150 Euro. Wir haben zwei von den ultragünstigen Geräten für Sie getestet, um herauszufinden, was sie taugen

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Haar, 28. Januar 2008 – Mobile Navigationsgeräte befinden sich im ungebremsten Rutsch: Immer günstiger werden die elektronischen Straßenatlanten. Schien bis vor kurzem die 200-Euro-Marke nicht zu unterbieten, so sind nun schon Navis für 150 Euro, ja für 100 Euro auf dem Markt. Wir haben zwei von diesen ultragünstigen Geräten für Sie getestet, um herauszufinden, ob sie die wichtigsten Funktionen bieten.

Die Firma Krämer aus Reutlingen fiel im Herbst 2007 auf der Funkmesse IFA durch ein neues Mobilnavi auf: das RC-3. Es kostet in der getesteten Version für Deutschland, Österreich und die Schweiz 149 Euro. Alternativ gibt es eine Westeuropa-Variante für 169 und eine Europaversion für 199 Euro. Preislich noch tiefer angesiedelt ist das Navgear Streetmate GP-35, das man über den Elektronik-Versandhändler Pearl bestellen kann. Das Streetmate ist in der uns vorliegenden Variante mit Deutschlandkarten für 100 Euro zu haben. Die Version für Deutschland, Österreich und Schweiz kostet hier 115 Euro, die Westeuropavariante 150 und die Europaversion 170 Euro.

Zwei Billig-Navis im Clinch (35 Bilder)

Einstiegsnavis im Vergleich: Krämer RC-3 (links) gegen Navgear Streetmate GP-35

„Rock-bottom cheap“ sind also beide Geräte. Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist dennoch durchaus unterschiedlich: Das Krämer RC-3 ist das pummeligste Navi, das wir bisher gesehen haben. Wo die schmalsten Geräte inzwischen dünner als zwei Zentimeter sind, bringt es das Krämer-Gehäuse auf pfundige 5,5 Zentimeter. Das Navgear Streetmate ist in dieser Beziehung mit etwa 2,5 Zentimetern deutlich zeitgemäßer. Hier missfällt die gummiartige Oberfläche, die nicht an allen Stellen sauber verarbeitet ist. Beide Geräte sind mit den in der Einstiegsklasse weit verbreiteten 3,5-Zoll-Displays ausgerüstet. Positiv fällt die gute Ausstattung beider Navis auf: Beim Krämer RC-3 wird neben dem Autoladekabel noch ein USB-Kabel und sogar ein Netzladegerät mitgeliefert. Bei Navgear fehlt das Netzladegerät; man kann das Gerät aber immerhin über die USB-Schnittstelle des Computers aufladen. Beide Saugnapfhalterungen sind bemerkenswert robust und halten gut an der Frontscheibe. Die Befestigung in der Halterung erfordert allerdings etwas Fummelei.