Mini überarbeitet Cabrio, Drei- und Fünftürer

Der Mini verkauft sich hervorragend, dementsprechend mild sind die Eingriffe einer neuerlichen Überarbeitung.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Mini Cabriolet 2021

Pressebilder sollen die Zielgruppe ansprechen. BMW wählte eine mutige Farbgebung, was vielleicht ein wenig davon ablenkt, dass mit der aktuellen Mini-Überarbeitung vieles blieb, wie es zuvor schon war.

(Bild: BMW)

Lesezeit: 3 Min.

Retrodesign hat den unschlagbaren Vorteil, nie aus der Mode zu kommen – schließlich war es nie modern. BMW konserviert seit dem Jahr 2000 die Gestaltung des Mini, und das noch immer sehr erfolgreich. Die dritte Generation ist seit 2014 auf dem Markt, eine leichte Überarbeitung gab es 2018. Nun folgt eine weitere, die wieder kaum jemandem auffallen wird. Ein komplett neues Modell dürfte frühestens Ende nächsten Jahres folgen.

Videos by heise

BMW zupft nur ein paar Details zurecht, die Grundlinie bleibt unangetastet. Etwas weniger Chrom, was manch einer vielleicht gar nicht als optischen Gewinn empfinden wird. Mit dem Piano Black Exterieur kann der Chrom-Anteil noch weiter reduziert werden. Der Rest ist die übliche Schminke solcher Überarbeitungen: Drei neue Farben, andere Felgen und die Umformung von diversen Kunststoffteilen.

Wer mag, kann sich nun einen sanften Farbverlauf auf das Dach lackieren lassen. Vorab wollte BMW noch nicht verraten, was diese optische Neckerei kosten soll. Serienmäßig sind ab sofort LED-Scheinwerfer, die bisher inklusive Nebelscheinwerfern mit 1100 Euro in Rechnung gestellt wurden. Zuzahlen muss weiterhin, wer Matrix-Licht haben möchte. Nach unseren Erfahrungen mit Testwagen von BMW können wir zu dieser Option nur raten – die teuren Scheinwerfer sind nämlich wirklich ausgezeichnet. Neu im Mini ist ein Schlechtwetter-Licht.

Mini 2021 (11 Bilder)

Der Veränderungen beschränken sich auf Details. Die britische Flagge in den Rückleuchten war bisher optional, nun ist sie serienmäßig.

Aufgebessert hat BMW das Hilfsangebot. Der Abstandstempomat kann nun bis zum Stand abbremsen und auch wieder allein anfahren, sofern eine gewisse Zeitspanne nicht überschritten wird. Eine über Stellmotoren betätigte Handbremse ist nunmehr nicht nur für den Mini SE, sondern auch für die Modelle mit Verbrenner zu haben. Erstmals gibt es in einem Mini auch ein beheizbares Lenkrad, das ebenfalls ein anderes Design bekam, und eine Warnung beim Verlassen der Spur.

Keine Veränderungen gibt es im Motorenangebot. Den 1,5-Liter-Dreizylinder gibt es mit 55, 75 und 100 kW, noch mehr Nachdruck liefert ein Zweiliter-Vierzylinder, der mit 131 und 170 kW zu haben ist. Der für kurze Zeit erhältliche Mini John Cooper Works GP mit 225 kW flog im vergangenen Jahr aus dem Sortiment, die drei Dieselmotoren schon 2019.

Manch einer hat vielleicht auf ein Update des Mini Cooper SE gehofft, doch auch beim Elektroauto bleibt alles unverändert. Der Motor leistet 135 kW, die Batterie hat einen Energiegehalt von 32,6 kWh brutto, von denen sich 28,9 kWh nutzen lassen. Auch die Ladeoptionen – 11 kW an Wechselstrom, 50 kW an Gleichstrom – hat BMW gut ein Jahr nach dem Start des Mini Electric nichts verändert. Wer plant, sich einen Mini für den Kurzstreckenbetrieb zuzulegen, dem sei eine Probefahrt wärmstens empfohlen. Der Mini Cooper SE gehörte zu den Testwagen des vergangenen Jahres, der nachhaltig in Erinnerung blieb, trotz all seiner Schwächen.

(mfz)