Pkw-Neuzulassungen brechen im Januar stark ein
Im Januar wurden fast ein Drittel weniger Neuwagen in Deutschland zugelassen als im Vorjahresmonat. Hauptursache ist die Pandemie
In Deutschland nach wie vor auf Platz 1: VW Golf
(Bild: Pillau)
- dpa
In Deutschland sind im ersten Monat des neuen Jahres 169.754 Autos neu zugelassen worden. Das waren rund 31 Prozent weniger als im Januar 2020, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch (3. Februar 2021) mitteilte. Zum einen seien die Autohäuser in der Corona-Krise weiterhin geschlossen, hieß es vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur Begründung. Darüber hinaus sei zum Jahreswechsel die für ein halbes Jahr geltende Mehrwertsteuersenkung ausgelaufen, mit der der Bund Kaufanreize setzen wollte. Viele Verbraucher hätten deshalb noch im Dezember 2020 zum reduzierten Preis ein neues Auto gekauft. Diese Käufer fehlten dann im Januar.
Videos by heise
Ungebrochen blieb hingegen der Trend zum Elektroauto. Laut KBA wurden im Januar 16.315 Neuwagen mit Elektroantrieb erstmals zugelassen. Das waren fast 118 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Somit handelte es sich bei fast jeder zehnten Neuzulassung um ein Elektrofahrzeug. Der deutsche Automarkt war im ersten Jahr der Corona-Krise um rund 19 Prozent eingebrochen. VDA-Präsidentin Hildegard Müller geht für 2021 vor allem ab dem zweiten Halbjahr von einer Verbesserung aus. Um 8 Prozent soll der Markt demnach wachsen mit rund 3,15 Millionen Neuzulassungen. Vom Vorkrisen-Niveau wären solche Zahlen allerdings weit entfernt. Im Jahr 2019 hatte es starke 3,6 Millionen Neuzulassungen gegeben. 2020 waren es hingegen lediglich 2,9 Millionen.
(mfz)