Formel 1: Hamilton verlängert Vertrag bei Mercedes

Bis zum Schluss war an Vertragsdetails gearbeitet worden, nun steht fest: Hamilton fährt auch 2021 bei Mercedes. Noch ungewiss ist, wie es 2022 weitergeht

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Hamilton und Wolff

Mercedes und Hamilton setzen ihr Zusammenarbeit 2021 weiter fort. Im Sommer soll entschieden werden, wie es ab 2022 weitergeht.

(Bild: Mercedes)

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Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat seinen Vertrag bei Mercedes für eine Saison verlängert. „Wir waren uns immer mit Lewis darüber einig, dass wir gemeinsam weitermachen würden. Doch das äußerst ungewöhnliche Jahr 2020 hat dazu geführt, dass es eine Weile gedauert hat, den Prozess zu Ende zu führen“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Montag (8. Februar 2021). Der 36-Jährige, der in der Vorsaison seinen siebten WM-Titel gewann, war der einzige Pilot aus dem aktuellen Fahrerfeld noch ohne Vertrag für 2021 gewesen.

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Der finanzielle Aspekt ist beim neuen Vertrag von Lewis Hamilton nach Angaben von Mercedes-Teamchef Toto Wolff kein „hartes Thema“ gewesen. „Zum Gehalt wollen wir nicht Details diskutieren“, betonte Wolff. „Aber wir leben in einer schwierigen Zeit, menschlich aber auch wirtschaftlich.“ Die Autoindustrie erfinde sich neu und das sei Hamilton auch klar.

Der Vertrag des mittlerweile siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters läuft diesmal nur über ein Jahr, Wolff: „Das war eine beidseitige Entscheidung.“ Natürlich hätten das neue Reglement, das 2022 in Kraft treten wird und auch die Budgetobergrenze eine Rolle gespielt. Zudem hätten sie mit dem neuen Arbeitspapier für die kommende Saison so lange gewartet, „dass wir nicht noch ein weiteres Jahr, 2022 oder 2023, diskutieren wollten“, sagte Wolff. Der 49 Jahre alte Wiener kündigte aber auch schon an, in diesem Jahr bereits im Sommer über die Fahrerpaarung für 2022 entscheiden zu wollen.

Hamilton fährt seit der Saison 2013 für Mercedes, er gewann seitdem mit den Silberpfeilen sechs seiner insgesamt sieben WM-Titel. Mit dem achten würde er Michael Schumacher auch in der wichtigsten Kategorie überholen und alleiniger Rekordweltmeister in der Formel 1 werden. „Lewis möchte alles darauf konzentrieren, um diesen achten Titel zu holen“, betonte Wolff. Es hätte kein Worst-Case-Szenario gegeben, sprich eine geplante Alternative bei einem Ende der Zusammenarbeit. Zweifel bestanden demnach nie. Spekulationen, dass Hamilton bei den Verhandlungen, die erst zwischen Weihnachten und Neujahr aufgenommen worden waren, unter anderem ein Mitspracherecht beim zweiten Mercedes-Fahrer gefordert hätte, bezeichnet Wolff als „Nonsens“.

Die Bilanz der gemeinsamen Arbeit ist beeindruckend. Seit 2014 wurden 136 Rennen ausgetragen, von denen Mercedes 101 gewonnen hat. Sämtliche WM-Titel, also Fahrer und Team, wurden von der Mercedes-Mannschaft geholt. Da das Reglement, anders als ursprünglich geplant, in dieser Saison stabil bleibt und das Entwicklungstempo aus Kostengründen gebremst wurde, dürfte es schwer werden, Mercedes einem erneuten Gewinn in beiden Wertungen im Weg zu stehen. Erst im kommenden Jahr beginnen alle Teams mehr oder weniger wieder bei Null.

(mfz)