Openwave streitet sich mit Nokia
Der Chef des Software-Konzerns wift dem Konkurrenten Nokia vor, die BemĂĽhungen um einen einheitlichen Software-Standard fĂĽr Handys zu torpedieren.
In einem Interview mit der Financial Times hat der CEO des Software-Konzerns Openwave dem Konkurrenten Nokia vorgeworfen, die BemĂĽhungen um einen einheitlichen Software-Standard fĂĽr Handys zu torpedieren. "Nokia versucht seinen eigenen Standard durchzudrĂĽcken", sagte Openwave-Chef Don Listwin.
Der finnische Konzern Nokia ist mit 37 Prozent Marktanteil Weltmarktführer im Mobiltelefon-Bereich. Bereits im November vergangenen Jahres hatte der Hersteller angekündigt, seine eigene Software weiteren Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollte sich eine firmenübergreifende Initiative gründen, um einen gemeinsamen Standard zu definieren. Hintergrund dieser Bemühung ist die Erfahrung vom PC-Markt: Während der Software-Konzern Microsoft satte Gewinne macht, müssen sich die Gerätehersteller mit relativ geringen Margen zufrieden geben.
Nach Aussage von Don Listwin wollte Openwave der Gruppe beitreten, wurde von Nokia aber vor die Tür gesetzt. "Nokia benimmt sich so, wie Apple sich benehmen würde, wenn das Unternehmen 40 Prozent Marktanteil hätte", sagte Listwin. Niklas Savander, Chef von Nokia Mobile Software, wies diese Darstellung unterdessen zurück. "Openwave war in der Vergangenheit nicht gerade das Vorbild für Offenheit", kritisierte er. (tol)