Monti hält Spekulationen um Microsoft-Strafe für verfrüht
Eine Geldstrafe sei zum jetzigen Zeitpunkt des Kartellverfahrens gegen Microsoft nur eine der Möglichkeiten, meint der EU-Wettbewerbskommissar.
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hält Spekulationen um eine Bestrafung Microsofts im laufenden Kartellrechts-Verfahren für verfrüht. Er reagierte damit auf einen entsprechenden Bericht im Wall Street Journal, der sich auf ein vertrauliches Dokument der EU-Kommission stützt, der dem Blatt vorliegen soll. Eine Geldstrafe sei zu diesem Zeitpunkt nur eine der Möglichkeiten. Microsoft habe noch keine Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Ergebnissen der Wettbewerbskommission gehabt.
Im August hatte die Kommission dem Software-Riesen eine Frist von zwei Monaten eingeräumt, um auf den Vorwurf des Verstoßes gegen die Wettbewerbsregeln zu antworten; Microsoft hat aber bereits von der Kommission eine mögliche Verlängerung über Ende Oktober hinaus bewilligt bekommen. Zu Details des Berichts, nach dem Microsoft auch wegen Behinderung der Ermittlungen eine erhöhte Strafe drohe und zu Änderungen an Produkten gezwungen werden könnte, um Wettbewerbs-Verstöße in Zukunft zu verhindern, wollte Monti bislang nicht Stellung nehmen. (anw)