Microsoft bittet um Aufschub der Kartell-Anhörungen

Der Software-Hersteller Microsoft benötigt mehr Zeit, um sich auf den Kartellstreit mit neun US-Bundesstaaten vorzubereiten.

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Von
  • Egbert Meyer

Der Software-Hersteller Microsoft benötigt mehr Zeit, um sich auf die von einem Gericht festgelegten Anhörungsternine wegen wettbewerbswidriger Praktiken vorzubereiten. In einer Eingabe an Bundesrichterin Colleen Kollar-Kotelly hat das Unternehmen am Freitag (Ortszeit) in Washington um einen Aufschub von mindestens vier Monaten nachgesucht. Dies sei nötig, um alle erbetenen Dokumente zusammenzustellen.

Der Justizminister des Bundesstaates Iowa, Tom Miller, bezeichnete den Antrag als eine Verzögerungstaktik. Iowa und acht weitere Bundesstaaten hatten eine außergerichtliche Einigung des Bundesjustizministeriums und mehrerer Bundesstaaten mit Microsoft nicht akzeptiert. Die Anhörungen sollen nach Plan im März beginnen.

Die neun Bundesstaaten bestehen auf schärferen Auflagen, um Microsoft zu einem fairen Wettbewerb zu zwingen. Bundesrichterin Kollar-Kotelly will daher den Konflikt auf zwei Ebenen fortführen. Auf der einen soll die Einhaltung des Kompromisses überwacht, auf der anderen sollen die Zusatzforderungen der ablehnenden Staaten erörtert werden. Die Richterin hatte zuvor für das Frühjahr separate Anhörungen in Aussicht gestellt, doch schließen Beobachter eine Zusammenlegung nicht aus. (em)