Listen.com bietet zukünftig Musik von BMG und EMI

Für die Kunden des US-amerikanischen Musikportals wird es schon bald eine größere Auswahl an Musikstücken geben.

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Langsam scheinen die Plattenlabels ihre Online-Enthaltsamkeit aufzugeben: Das US-amerikanische Musikportal Listen.com wird in Zukunft Inhalte von BMG und EMI vertreiben. Mit dem Rhapsody-Player, über den Listen.com bisher vor allem Musik kleinerer Labels anbietet, sind nun erstmals auch Musikstücke großer Plattenfirmen im Angebot, berichten US-amerikanische Medien.

Wie die meisten Musikportale bemühte sich auch Listen.com seit langem, Lizenzen für den Vertrieb von Musikstücken der Major-Labels zu erwerben. Bisher zeigten sich die Plattenfirmen jedoch stets verschlossen, arbeiteten sie doch im Hintergrund an ihren eigenen Lizenzierungsdiensten Pressplay und MusicNet. Doch die Einstellung der Plattenfirmen wandelt sich, meint CEO Sean Ryan von Listen.com: "Wir haben generell festgestellt, dass die Labels langsam selber an realistischen Abrechnungsmodellen für die Lizenzierung interessiert sind."

Anscheinend gerät die Musikindustrie durch den starken Umsatzrückgang beim CD-Verkauf zunehmend in Zugzwang. Am Interesse der Kundschaft an Musik über das Internet besteht kein Zweifel -- doch ist bisher unklar, welches Geschäftsmodell am besten geeignet ist, die Interessen von Kunden, Künstlern und Labels auf den gleichen Nenner zu bringen. (sha)