Jippii Deutschland entlässt Großteil der Belegschaft

Der Telekommunikationsanbieter Jippii hat einen Großteil seiner Angestellten gekündigt und den Service "Gamelobby" geschlossen.

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Von
  • David Adamczewski

Das durch die Übernahme einiger Geschäftsbereich der bankrotten Gigabell bekannt gewordene Telekommunternehmen Jippii hat einem Großteil der Beschäftigten gekündigt. Etwa 10 von 110 Mitarbeitern werden gemeinsam mit dem Geschäftsführer Markus Alholm versuchen, die Gewinnzone zu erreichen. Damit einhergehend gab Jippii bekannt, auch den Teilbereich Gamelobby zu schließen. Dort konnten sich Spielebegeisterte bisher eigene Server für Online-Matches mieten.

Zukünftig will sich das zur finnischen Jippii Group gehörende Unternehmen auf die Privat- und Geschäftskunden konzentrieren. Dazu zählen Preselection- und Call-by-Call-Angebote im Festnetz, Internetzugänge sowie SDSL-Leitungen, Dial-Up und Server Housing für Geschäftskunden. Nach Aussage von Markus Alholm gegenüber heise online kann Jippii nur so in die Gewinnzone zurückkehren. "Um unser Ziel zu erreichen, ziehen wir sogar in kleinere Räumlichkeiten um", sagte Alholm.

Diese Entwicklung bei Jippii kommt nicht vollkommen überraschend. Bereits Ende August gab die finnische Jippii Group bekannt, sich bald vom 'unrentablen Deutschland-Geschäft' trennen zu wollen. Der damalige Jippii-Sprecher Thorsten Beuchel, der wie viele seiner Kollegen von Gigabell zu den Frankfurtern wechselten, gab sich damals jedoch noch zuversichtlich. Aus seiner Sicht bedeutete der Beschluss der Muttergesellschaft nur eine Umstrukturierung und nicht eine Schließung der Niederlassung. (daa)