Walter Hewlett zeigt sich kritisch, aber auch zur Kooperation bereit
Walter Hewlett will die Fusion Hewlett-Packards mit Compaq unterstützen, sollten sich die Aktionäre dafür ausgesprochen haben.
Zwischen Carly Fiorina und Walter Hewlett ist das Tischtuch anscheinend nicht zerschnitten: Hewlett wolle die Fusion Hewlett-Packards mit Compaq unterstützen, sollten sich die Aktionäre dafür ausgesprochen haben, berichtet die Financial Times Deutschland. Allerdings habe er seinen Widerstand noch nicht aufgegeben. Anteilseigner und Aufsichtsratsmitglieder sollten sich gegen das Management stellen, wenn sie mit dessen Entscheidungen nicht übereinstimmten. Dafür müssten sie in der Lage sein, extern Informationen sammeln zu können, die nicht von der Führungsriege der Unternehmen stammen.
Die Stimmen der entscheidenden Aktionärsversammlung werden erst in einigen Wochen endgültig ausgezählt sein. Dennoch fühlt sich HP-Chefin Carly Fiorina bereits als Siegerin. Um sie am "25-Milliarden-Dollar-Fehler" zu hindern, investierte Walter Hewlett insgesamt 32 Millionen US-Dollar in Briefe an die Aktionäre, Zeitungsanzeigen und andere Aktionen. Dabei artete die Auseinandersetzung zeitweilig zu einer Schlammschlacht mit gegenseitigen Unterstellungen aus. Bei Compaq ging es derweil wesentlich ruhiger zu: Dort haben die Aktionäre bereits mit großer Mehrheit der Fusion zugestimmt. (anw)