Welt.de plant gebührenpflichtige Inhalte

Noch vor Ende des Jahres will das Online-Angebot der Tageszeitung "Die Welt" gebührenpflichtige Inhalte anbieten.

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Noch vor Ende des Jahres will das Online-Angebot der Tageszeitung Die Welt gebührenpflichtige Inhalte anbieten. Laut dem Branchendienst Horizont sollen Nutzer unter anderem für Archivrecherche zahlen. Außerdem soll es nächstes Jahr eine Reihe mobiler Dienste geben, die derzeit von AS Interactive -- ebenfalls eine Tochter des Axel Springer Verlags -- entwickelt werden. Sie sollen ebenfalls Gebühren kosten.

Die Mitglieder der Onlineredaktion bei Springer dürfen aufatmen: Einsparungen soll es nicht geben, heißt es in dem Bericht. Kostensenkende Maßnahmen in unprofitablen Bereichen, also vor allem in der Onlinesparte, hat es bereits im vergangenen Jahr gegeben. Da wurden Online-Redaktionen einiger der wichtigsten Blätter zusammengelegt. Unter anderem diese Maßnahmen gab der Verlag als Begründung ab für das gestern verkündete positive Halbjahresergebnis.

Gebührenpflichtige Angebote gibt es unter anderem auch bei Spiegel online, wo Titelgeschichten und ein Großteil der Artikel im Archiv nur gegen Bezahlung erhältlich sind. Auch die Münchner Konkurrenz Focus hält Titelgeschichten nur gegen Zahlung bereit. Bereits im Oktober konstatierten Manager von Medienkonzernen, dass sie nur mit Gebühren Geld verdienen können. Allerdings scheint das Modell momentan noch nicht vielversprechend: Spiegel Online zählte bis zum Juni insgesamt etwa 500 zahlende Leser. Trotzdem setzen beispielsweise auch Provider wie T-Online bei ihren Versuchen, die Umsätze nach oben zu treiben, vor allem auf das Bezahl-Web. (anw)