Kurz informiert: Microsoft-Cloud, Onlinehandels-Steuer, Schnelltest, Ingenuity
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
Bundesregierung will "autarke" Microsoft-Cloud testen
Die Bundesregierung verhandelt mit Microsoft über den Aufbau eines speziellen Rechenzentrums, das die Azure-Plattform und Anwendungen wie Microsoft 365 für Behörden bereitstellen soll. Man arbeite an einem Konzept für eine "autarke Hyperscaler-Cloud-Infrastruktur", erklärte ein Sprecher des Finanzministeriums auf Anfrage von c’t. Im ersten Schritt kläre man mit einem "Proof of Concept", unter welchen Bedingungen die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit erfüllt werden könnten. Microsoft erklärte auf Anfrage, man sei "bereit, mit öffentlichen Verwaltungen an technischen Lösungen zu arbeiten", um Themen wie digitale Souveränität, einschließlich Datenschutz, Sicherheit und Autarkie, zu adressieren.
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Städtebund für Onlinehandels-Steuer
Der deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine Paketabgabe für den Onlinehandel, die zur Unterstützung der Innenstädte dienen soll. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg erklärte dem Handelsblatt, dass sich wegen der Pandemie immer mehr Leute daran gewöhnt hätten, online einzukaufen. "Innenstädte und Ortskerne stehen in einer schweren Krise", so Landsberg. Mit einer Paketversandsteuer könnten vor allem die großen Plattformen an den Kosten kommunaler Infrastruktur beteiligt werden, die sie für ihre Lieferdienste nutzten.
SicherheitslĂĽcke bei Corona-Schnelltests
Aufgrund einer SicherheitslĂĽcke in einer Schnelltest-Software konnten Unbefugte erneut auf Testergebnisse und andere sensible Informationen zugreifen. Wie der Tagesspiegel berichtete, konnten etwa an zwei Berliner Testzentren die Daten von mehr als 6.000 Registrierungen abgerufen werden, darunter sensible Angaben wie Adresse und Geburtsdatum. Nach Recherchen der Zeitung nutzen auch viele andere Teststationen bundesweit die fehlerhafte Software des Betreibers Innofabrik. Die SicherheitslĂĽcke sei am Samstag "innerhalb kĂĽrzester Zeit" behoben worden.
Dritter Ingenuity-Flug ein Erfolg
Der kleine Hubschrauber Ingenuity hat am Sonntag bereits seinen dritten Flug über den Mars erfolgreich gemeistert und dabei eine deutlich längere Strecke zurückgelegt als zuvor. Wie die US-Weltraumagentur NASA mitteilte, kletterte er auf fünf Meter Höhe und schwang sich dann etwa 50 Meter weit von seinem Startplatz weg. Dabei hat Ingenuity wieder Farbfotos aus der Höhe aufgenommen. Den Verantwortlichen bei der NASA helfen die Fotos und die gesammelten Daten dabei, nicht nur weitere Flüge von Ingenuity, sondern auch den Einsatz künftiger Fluggeräte auf dem Mars vorzubereiten.
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(igr)