Ministerium: Tesla reicht neue Antragsunterlagen fĂĽr Fabrikbau ein

Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren sind unter anderem nötig, weil das Unternehmen vor Ort auch die Herstellung von Batteriezellen plant.

vorlesen Druckansicht 170 Kommentare lesen

(Bild: Markus Mainka/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Tesla hat beim Landesamt für Umwelt neue Antragsunterlagen für den Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin eingereicht. Das teilte das Umweltministerium in Potsdam am Donnerstag mit. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren waren unter anderem nötig geworden, weil das Unternehmen vor Ort auch die Herstellung von Batteriezellen plant. Hierfür hat Tesla nun eine entsprechende Nebeneinrichtung zur Fahrzeugherstellung beantragt.

Im Januar war bekannt geworden, dass Tesla in der geplanten Batteriezellenfabrik eine Massenproduktion mit neuer Technik aufbauen will. In der Fabrik soll nach Angaben aus Branchenkreisen ein neuer Zelltyp produziert werden, der eine fünfmal höhere Energie und sechsmal mehr Leistung hat. Die Fabrik soll auf dem Tesla-Areal in Grünheide in direkter Nähe zur Autofabrik entstehen.

AuĂźerdem plant Tesla eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien. Der Karosseriebau wird dem Antrag zufolge auf eine Fertigungslinie reduziert. Ebenfalls neu hinzu kommen Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie StoĂźstangen- und RĂĽckspiegelabdeckungen.

Videos by heise

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Fahrzeugreihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau der Autofabrik fehlt bisher die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt für endgültige Entscheidung ist unklar.

Ursprünglich wollte das Unternehmen im Juli mit der Produktion beginnen. Bei einem Besuch in Grünheide Mitte Mai hatte Tesla-Chef Elon Musk das Jahresende als Termin für den Start der Produktion genannt. Der geänderte Antrag des Autobauers enthält auch Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.

Die Genehmigungsbehörde entscheide zunächst über eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit, wie es vom Umweltministerium hieß. Eine erneute Auslegung gelte als wahrscheinlich. Naturschutzverbände hatten dies gefordert.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier eine externe Umfrage (Opinary GmbH) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Opinary GmbH) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(kbe)