Kurz informiert: Klimaschutz, Anhalt-Bitterfeld, NSO, Zoom
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
Politik debattiert ĂĽber Katastrophen- und Klimaschutz
Während sich die Lage in den Hochwassergebieten beruhigt, nimmt die politische Debatte über Folgen für Katastrophen- und Klimaschutz Fahrt auf. Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sprach sich am Montag dafür aus, dass der Bund eine größere koordinierende Rolle bei überregionalen Katastrophen wie Fluten oder Waldbränden bekommt. "Der zweite Punkt ist, dass wir Klimaanpassungsmaßnahmen brauchen", sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Auch CSU-Chef Markus Söder forderte in der Sendung hierbei mehr Anstrengungen und kündigte für Mittwoch eine Regierungserklärung an. Dabei werde es nicht nur darum gehen, Ziele zu definieren, sondern das auch finanziell mit einem Klimaprogramm zu hinterlegen. Klimaschutz sei keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Vernunft und der Ethik, so Söder.
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Notinfrastruktur in Anhalt-Bitterfeld steht
Knapp zwei Wochen nach dem Ransomware-Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist die Notinfrastruktur der Kreisverwaltung jetzt einsatzbereit. "Das bedeutet, dass die einzelnen Fachbereiche seit Montag wieder in der Lage sind, auf elektronischem Weg zu arbeiten. Dazu gehört auch die Kommunikation per Mail", teilte ein Sprecher mit. Die Vorbereitungsarbeiten seien am Wochenende abgeschlossen worden. In einem nächsten Schritt sollten einzelne Fachanwendungen wie die Kfz-Zulassung und Elterngeld wieder funktionieren.
ĂśberwachungsvorwĂĽrfe gegen NSO
Ein internationales Journalistenkonsortium hat neue Vorwürfe gegen den israelischen Überwachungssoftware-Anbieter NSO Group veröffentlicht. IT-Experten fanden den Berichten zufolge auf 37 Smartphones von Journalistinnen, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen und Geschäftsleuten Spuren von Angriffen mit der Pegasus-Software des Unternehmens. Nach ihrer Darstellung legen die Recherchen des "Pegasus-Projekts" nahe, dass Hunderte Journalisten, Menschenrechtlerinnen, Oppositionelle und Politikerinnen ausgewählt wurden, um sie mit der Spionagesoftware zu überwachen. NSO wies die Vorwürfe zurück.
Zoom will Five9 kaufen
Der Videokonferenzdienst Zoom will sich mit seinem bisher größten Zukauf breiter aufstellen. Für 14,7 Milliarden US-Dollar will Zoom die US-Firma Five9 kaufen. Five9 ist ein Cloud-Softwareanbieter für Kundenkommunikation. Der Deal soll mit eigenen Aktien finanzierten werden, teilte der Videokonferenzdienst in San Jose mit. Der Zukauf soll vor allem beim weiteren Ausbau von Zoom Phone, einer Cloud-Telefonanlage für Unternehmen, helfen.
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(igr)