TV-Sender wollen bei Kabelnetzen einsteigen [Update]
Mit Liberty Media hat es wegen des Vetos durch das Bundeskartellamt nicht geklappt, nun könnte neue Hoffnung bei der Telekom aufkeimen, die TV-Kabelnetze doch noch losschlagen zu können.
Mit Liberty Media hat es wegen des Vetos durch das Bundeskartellamt nicht geklappt, nun könnte neue Hoffnung bei der Telekom aufkeimen, die TV-Kabelnetze doch noch losschlagen zu können. Dem Bonner Konzern, der durch den Verkauf der Kabelnetze auch seine Schuldenberge abbauen will, steht angeblich ein Angebot für die Netze durch ein Konsortium ins Haus. Die Initiative geht laut einem Bericht des stern vom n-tv-Gründer Ulrich Kuhlo aus, der dafür Rückendeckung von den Privatsendern erhalten haben soll
Kuhlo bestätigte inzwischen den Bericht gegenüber dpa: "Der Ausbau des Kabels ist insbesondere für die privaten Sender lebenswichtig." Unter den vom Kartellamt genannten Bedingungen komme praktisch nur noch eine deutsche Lösung in Frage, da ein Kauf für ausländische Anbieter uninteressant geworden sei. Nach Kuhlos Worten will die Organisation der Privatsender -- der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) -- auch mit ARD und ZDF deswegen in Kontakt treten.
In das Konsortium könnten sich alle Sender inklusive ARD und ZDF sowie Finanzinvestoren und regionale Netzbetreiber einkaufen. Scheitere die Initiative, sehe Kuhlo laut stern allerdings kaum Chancen, noch Käufer für das TV-Kabel finden zu können; allerdings erscheint es unwahrscheinlich, dass die Telekom noch einmal einen Käufer findet, der wie Liberty 5,5 Milliarden Euro für das Netz zu zahlen bereit ist. Aus den Kreisen der möglichen Käufer und bei der Telekom war bislang nichts über die neuen Verkaufspläne und ihren Stand zu erfahren. (jk)