Toshiba lizenziert Technik für digitale Videorecorder

Nach Sony will auch Toshiba künftig digitale Videorecorder mit dem integrierten Programm-Service TiVo auf dem amerikanischen Markt anbieten.

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Nach Sony will auch Toshiba künftig digitale Videorecorder mit dem integrierten Programm-Service TiVo auf dem amerikanischen Markt anbieten, gab ein Sprecher der Prozessor- und die Unterhaltungselektronik-Sparte des japanischen Elektronikkonzerns bekannt. Den ersten Recorder -- eine Settop-Box, die TV-Sendungen auf Festplatte aufnimmt und dabei dank TiVo auf Wunsch automatisch etwa alle Folgen der Lieblings-Fernsehserien aufzeichnet, Terminverschiebungen berücksichtigt und Wiederholungen auslässt -- will das Unternehmen für 399,99 US-Dollar anbieten. Hinzu kommen die üblich Gebühren für den Programm-Service von einmalig 249 US-Dollar und monatlich 12,95 US-Dollar.

Erst Anfang Juni hatte TiVo bekanntgegeben, dass sich der TV-Programm-Service besser entwickelt als von Beobachtern erwartet -- trotz einer drastischen Preiserhöhung und teilweise etwas eigenmächtigem Verhalten der TiVo-Recorder. Nach Ansicht von Analysten wird die Vergabe von Lizenzen in TiVos Zukunft eine immer größere Rolle spielen -- auch wenn auf längere Sicht die Abo-Gebühren noch den größten Teil des Umsatzes ausmachen werden.

Einzelheiten über den Vertrag mit Toshiba gab TiVo bislang nicht bekannt -- allerdings spricht einiges dafür, dass das Unternehmen (wie schon Sony) eine Lizenzgebühr für jedes verkaufte Gerät zahlen muss. Toshiba kündigte bereits an, bis spätestens 2004 eigene "TiVo-Chips" entwickeln zu wollen, die sich in einer ganzen Reihe neuer Produkte einsetzen lassen. Toshiba verbindet damit dann auch gleich die Absicht, die Marktführschaft im Bereich der digitalen Videorecorder anzustreben. Dann dürfte TiVo also noch einiges an Lizenzgebühren einstreichen. (nij)