Porsche Macan T: dynamischer, nicht schneller
Porsche bietet mit dem Macan eine zusätzliche Ausstattungslinie, die ihn dynamischer wirken lassen soll. Schneller wird das SUV so allerdings nicht.
Das "T" in der Modellbezeichnung steht für Touring.
(Bild: Porsche)
Porsche reaktiviert erstmals in einem SUV eine Idee aus den 1960er-Jahren. Mit einem T-Modell sollen Kunden ein Ausstattungspaket geboten bekommen, das den Macan flotter erscheinen lässt, ohne mehr Motorleistung zu bieten.
Preisvorteil
Die zusätzliche Ausstattung des Macan T, den es nur mit dem Basismotor gibt, ist rasch zusammengetragen. Ein beheizbares Sportlenkrad, Sportsitze, die teilweise mit Leder bezogen sind, eine prominent auf dem Armaturenbrett platzierte Stoppuhr (Sport Chrono Paket), 20-Zoll-Felgen und ein Fahrwerk, das die SUV-Karosserie 15 mm tieferlegt - das wärs im Wesentlichen auch schon. Wer all das zum Basismodell hinzuaddiert, zahlt mehr als die 69.462 Euro, die Porsche für den Macan T aufruft. Vor allem die großen Felgen hinterlassen beim am wenigsten teuren Macan heftige Spuren auf der Rechnung. Verzichten muss der Touring-Kunde auf die Möglichkeit, das Cockpit mit Holzleisten zu schmücken.
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Abgrenzung zum Audi Q5
Davon abgesehen kann fast alles bestellt werden, was es für den Basis-Macan auch gibt. In Zeiten, in denen immer mehr Hersteller Ausstattungsdetails in Paketen zusammenfassen, lässt sich der Macan ungewöhnlich feingliedrig zusammenstellen. So kann sich der Kunde überlegen, ob und wie er die Modellbezeichnung neben dem Schriftzug "Porsche" in Schwarz matt gern hätte. Wer Spaß daran hat, kann hier abendfüllend tätig werden. Dass sich solche Kleinigkeiten insgesamt rasch zu einem vierstelligen Betrag summieren, dürfte Porsche-Fans nicht schrecken. Die Aufpreisliste ist lang und zum Teil bemerkenswert selbstbewusst kalkuliert, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass sich der Macan die technische Basis mit dem Audi Q5 teilt. Schon der ist kein Schnäppchen, doch der Porsche lässt ihn souverän hinter sich.
Porsche Macan T (5 Bilder)

Unveränderter Antrieb
Unverändert bleibt der Antrieb, dessen Vorzüge gegenüber dem 2,9-Liter-V6 in den beiden stärkeren Macan-Modellen Porsche im Beipackzettel auch damit anpreist, dass er 58,8 kg weniger wiegt. Der Zweiliter-Vierzylinder liefert 195 kW (265 PS) und 400 Nm zwischen 1800 und 4500/min. Eine Phasenverstellung gibt es für beide Nockenwellen, eine Hubverstellung der Ventile nur auf der Auslassseite. Die Maschine ist nicht mehr identisch mit der im Audi Q5. Zwar leistet sie auch dort 195 kW, bietet mit 370 Nm aber etwas weniger Drehmoment – und eine Mildhybridisierung. Die Fahrleistungen sind mit 240 km/h Spitze und 6,1 Sekunden im Standardsprint noch einen Hauch besser als im Macan, der mit 6,2 Sekunden und 232 km/h angegeben ist. Der Macan T kann ab sofort bestellt werden und wird ab April ausgeliefert.
(mfz)