Apple Studio Display: Ständer doch nachträglich umrüstbar
Eigentlich hatte Apple betont, dass man die Befestigung des neuen Schirms nicht tauschen kann. Auch in Sachen RAM-Ausstattung gibt es Neuigkeiten.
Die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten des Apple Studio Display.
(Bild: Apple)
Gute Nachrichten für Menschen, die sich Apples neues Studio Display nicht so bestellt haben, wie sie es eigentlich gewünscht hatten: Offenbar sind die drei vom Hersteller angebotenen Befestigungsmöglichkeiten des Schirms doch nachträglich untereinander austauschbar. Allerdings wird dafür ein Besuch an der Genius Bar eines Apple-Laden oder bei einem autorisierten Reparaturbetrieb (Apple Authorized Service Provider, ASP) fällig.
Der Service soll helfen
Das geht aus einer internen Dokumentation hervor, die MacRumors vorliegt. Apple hatte zuvor in seinen Spezifikationen das Gegenteil mitgeteilt – das nämlich keine spätere Änderung der verschiedenen Systeme beim Studio Display möglich sei. Der Konzern bietet drei verschiedene Befestigungsarten an. Standard ist ein neigungsverstellbarer Standfuß, der nicht aufpreispflichtig ist. Wer eine Höhenverstellung im Stil des Pro Stand vom Pro Display XDR benötigt, muss 460 Euro mehr zahlen. Ohne Aufpreis kann man statt dem neigungsverstellbaren Standfuß hingegen gegen einen VESA-Mount-Adapter mitbestellen.
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Wer später seine Anforderungen ändert, sollte keine Möglichkeit haben, die Befestigung anzupassen. Doch laut der Apple-Dokumentation hilft der Service. So soll man beliebig zwischen Standard-Standfuß, der höhenverstellbaren Version und dem VESA-Mount-Adapter wechseln können. Preisangaben lagen zunächst nicht vor. Diese sollen pro Land unterschiedlich sein und auch Arbeitskosten für den manuellen Prozess des Austauschs enthalten. Zertifizierte Techniker sollen die Upgrade-Kits demnächst bestellen können. Ein Verkauf durch Apples Endkundenkanäle für die Selbstmontage ist hingegen nicht geplant.
Studio Display mit 64 GByte Speicher
Unterdessen sind weitere Hardware-Details zum Studio Display durchgesickert. Der integrierte A13-Bionic-Chip, der unter anderem die 12-Megapixel-Webcam steuert, soll mit einer Headless-Version von iOS 15.4 laufen. Der integrierte Speicher liegt nach ersten Analysen bei satten 64 GByte. Dies zeigen Untersuchungen des integrierten Dateisystems. Davon sind wohl nur 2 GByte belegt, der restliche NAND-Flash könnte etwa für Firmware-Updates verwendet werden. Offenbar ist der Speicher deshalb so groß, weil für den A13 Bionic keine Speichercontroller zur Verfügung stehen, die mit geringeren Flash-Mengen zurecht kommen – oder Apple hat vor, weitere Funktionen anzubieten. Der Chip läuft wohl mit 2,65 GHz und entspricht damit dem iPad der neunten Generation. Selbst ein Apple TV 4K der aktuellen Generation ist schlechter ausgestattet, enthält einen A12 Bionic und standardmäßig nur 32 GByte Flash.
Ebenfalls neu ist die Information, dass das Studio Display auch auf älteren Macs, die nicht über die Hey-Siri-Funktion verfügen, diese über den A13-Chip nachrüstet. Dazu gehört etwa der Intel-Mac-Pro von 2019 sowie Mac-mini-Modelle ab 2018, denen die notwendige Hardware eigentlich fehlt. Voraussetzung ist jeweils macOS 12.3. Zudem wird auf Twitter kolportiert, dass das scheinbar fest verlötete Netzkabel des Studio Display entnehmbar ist. Dazu ist allerdings angeblich ein ungewöhnliches Spezialwerkzeug notwendig, das nur Apple und seinen ASPs zur Verfügung steht.
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(bsc)