Sun und Apple entwickeln StarOffice für Mac OS X
Ende dieses Jahres soll es zunächst eine Java-basierende Variante von OpenOffice geben; "irgendwann 2003" soll eine kommerzielle Version von StarOffice folgen.
Entwickler von Sun und Apple wollen bei der Mac-OS-X-Portierung von StarOffice zusammenarbeiten. Das berichtet der US-Newsdienst news.com. Ende dieses Jahres soll es zunächst eine Java-basierende Variante des OpenSource-Produktes OpenOffice geben. "Irgendwann 2003" soll eine kommerzielle Version von StarOffice für Mac OS X folgen, heißt es, die sich durch zusätzliche Fonts und andere lizenzierte Komponenten auszeichnen soll.
Eine erste Entwicklerversion von OpenOffice für OS X gibt es bei openoffice.org bereits zum Download, allerdings nur im Quellcode, nicht in Form von ausführbaren Dateien. Die größte Herausforderung sei es, die OpenOffice-eigenen X11-Grafikroutinen an Apples OS-X-Oberfläche Aqua und die Display-PDF-Engine Quartz anzupassen, sagte Tony Siress, "Senior Director of desktop marketing solutions" bei Sun. Dabei sollen Apple-Entwickler helfen. Noch setzt die erste Alphaversion, die unter OS X läuft, einen XWindow-Server wie XDarwin voraus (siehe Screenshots).
Suns und Apples Pläne dürften dem Marktführer Microsoft gar nicht gefallen, der das bislang einzige ausgewachsene Office-Paket für den Mac anbietet. Die Redmonder hatten sich vor kurzem erst über schlechte Verkaufszahlen ihres Office-v.X-Pakets beschwert -- statt der erwarteten 750.000 Exemplare konnten sie nur 300.000 absetzen. Die Schuld schoben sie Apple zu: der Hersteller betreibe schlechtes Marketing für Mac OS X. Apple-Manager hatten daraufhin gekontert, Microsoft verkaufe das Paket schlicht viel zu teuer. Erst auf der New Yorker Macworld Expo beruhigten sich die Gemüter wieder, als Microsoft-Mitarbeiter öffentlich bekannt gaben, die Beziehung zu Apple sei gesund und ziemlich stark. Die Entwicklungsteams stünden in engem Kontakt und es gäbe eine Menge Zusammenarbeit. (se)