WorldCom darf Vertrag mit AOL vorzeitig beenden [Update]
Ein US-Insolvenzgericht hat dem gestürzten Telecom-Riesen WorldCom erlaubt, seinen Werbevertrag mit AOL Time Warner vorzeitig zu lösen und damit 182,25 Millionen US-Dollar zu sparen.
Ein US-Insolvenzgericht hat dem gestürzten Telecom-Riesen WorldCom erlaubt, seinen Werbevertrag mit AOL Time Warner vorzeitig zu lösen und damit 182,25 Millionen US-Dollar zu sparen. Richter Arthur Gonzales entschied allerdings auch, dass die einseitige Kündigung seitens WorldComs erst ab dem gestrigen Dienstag Gültigkeit habe und nicht bereits -- wie der Telecom-Konzern durchsetzen wollte -- seit dem 13. September.
AOL Time Warner und WorldCom hatten den Werbevertrag, der Zahlungen von rund 20 Millionen US-Dollar pro Quartal vorsah, im Juli 2001 unterzeichnet -- ein Volumen, das in etwa einem Prozent der Werbeumsätze des Medienkonzerns entspricht. Bis Ende 2004 sollte WorldCom-Werbung auf allen AOL Time Warner-Kanälen, also CNN, WB-Network, Time Magazine und natürlich im Internet, geschaltet werden. Im Gegenzug verpflichtete sich der Medienkonzern, seinen Traffic auf dem WorldCom-Netzwerk zu halten.
Ein Sprecher von AOL Time Warner zeigte sich wenigstens erleichtert darĂĽber, dass WorldCom nun noch zwei Millionen US-Dollar fĂĽr die Werbezeiten seit dem 13. September zahlen mĂĽsse. Einen weiteren Kommentar gab er nicht ab. (tol)